FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Mario Döweling: „SPD-Antrag ist unverantwortlich!“

Weiterentwicklung gymnasiale Oberstufe und Abiturprüfung


Mario Döweling
„Der vorliegende Antrag der SPD ist an Polemik nicht zu überbieten und zeugt von einer völlig verfehlten Vorstellung von Schulpolitik bei den Sozialdemokraten“, so Mario Döweling, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

Weiter sagte er: „Wenn wir dem SPD-Antrag folgen, tragen wir dazu bei, dass Unsicherheit und Chaos an Hessens Gymnasien einziehen.“ Hessens Gymnasien wollten keine Reform der Reform. Sie wollten in Ruhe und in klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen das tun, was sie immer getan hätten: Schülerinnen und Schülern Wissen vermitteln und sie zum Erreichen des Abiturs führen.

„Und was die krude Idee der SPD einer flexiblen gymnasialen Oberstufe angeht: Das ist an Praxisferne nicht zu überbieten. Wie soll das gehen? Sollen die Lehrkräfte mit fünf Lehrplänen in der Tasche umherrennen, dem alten G9, dem G8 und noch drei Oberstufenlehrplänen, je nachdem, in welche Klasse oder welchen Kurs sie müssen?“, fragte Döweling.

Die SPD-Idee habe noch einen Fehler: Sie sei schlicht überflüssig. Wenn Eltern meinten, es sei für ihr Kind besser, das Abitur in 13 anstatt in 12 Jahren zu machen, so könnten sie dies ermöglichen, indem sie ihr Kind an einer integrierten Gesamtschule anmeldeten.

Der zweite Teil des Antrags sei an Übertreibung und Inszenierung nicht zu überbieten. Offensichtlich hätten sich das die Sozialdemokraten bei den Grünen abgeschaut.

„Wir wollen Hessens Schulen eine größtmögliche Freiheit in der Gestaltung des Schullebens und des Unterrichts gewähren. Dazu gehören aber auch Spielregeln. Im Falle der Gymnasien heißt eine dieser Spielregeln Zentralabitur. Das ist von allen Beteiligten akzeptiert und wird auch nicht in Frage gestellt: außer von der SPD“, so Döweling.