"Allen Beteiligten war klar, dass sich der Transrapid als schneller S-Bahn-Ersatz in und um München herum nicht rechnen kann. Diese irrwitzige Idee des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber war natürlich zum Scheitern verurteilt", so der hessische FDP-Spitzenpolitiker weiter.
Vollkommen anders müsse aus volkswirtschaftlichen und gesamtpolitischen Gründen heraus die Verbindung zwischen den beiden Flughäfen in Frankfurt und im Hunsrück beurteilt werden. "Auch wenn eine Transrapidstrecke den jetzt dringenden und notwendigen Ausbau des Rhein-Main-Flughafens nicht mehr überflüssig macht, so könnte für die weitere Planung ein Flughafensystem nur dann das engere Rhein-Main-Gebiet entlasten, wenn insbesondere die Ferienflieger möglichst vom Flughafen Hahn aus direkt abgefertigt werden können. Hierzu ist aber eine sehr schnelle Zugverbindung wie mit dem Transrapid notwendig", so Hahn.
Die nicht erfreulichen Verkehrsentwicklungen auf dem Flughafen Hahn im Hunsrück sowie die auch künftig sicherlich schnell wieder erkennbaren Kapazitätsengpässe auf dem Rhein-Main-Flughafen könnten aus Energie- und Umweltgesichtspunkten heraus dann bei einer schnellen Verbindung beider Flughäfen gelöst werden.
Der Liberale erinnerte daran, dass es zwischen den Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz einen Vertrag über die Beteiligung des Landes Hessen an der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH gebe. Immerhin sei in der damaligen Mitverantwortung der FDP das Land Hessen bereit gewesen, mit einem Millionenbetrag Mitgesellschafter des Hunsrückflughafens zu werden. "In diesem Zusammenhang haben die Landesregierungen vereinbart, zu gegebener Zeit eine Machbarkeitsstudie mit entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten für die Transrapidstrecke zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und dem Hunsrück in Auftrag zu geben. Nunmehr ist die Zeit dafür reif!"
Zusammenfassend geht Hahn davon aus, dass es nicht nur im gesamtwirtschaftlichen Interesse von Deutschland liege, eine Referenzstrecke für den Transrapid zu haben. Alle Gesellschafter der Fraport AG – wie auch der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH – hätten sicherlich ebenfalls ein Interesse an der schnellen Verbindung mit einer drastischen Erhöhung von Kapazitätsmöglichkeiten. Deshalb müssten alle bei der Machbarkeitsstudie mit eingebunden sein, so der Hessens FDP-Chef abschließend.