Hahn machte deutlich, dass mit der Verbotsunkultur einerseits und den zusätzlichen unverständlichen Abgaben andererseits jedenfalls der Familienbetrieb in der Gastronomie „kurz vor dem wirtschaftlichen Exodus“ stehe. „Wir Liberale wollen nicht akzeptieren, dass Jahr für Jahr im Gastgewerbe Negativzahlen geschrieben werden. Die Eckkneipe ist ein Teil der deutschen gastronomischen Kultur, sie darf nicht durch einen gnadenlosen Nichtraucherschutz zerstört werden“, stellte der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl weiter fest.
Der Präsident der DEHOGA, Ernst Fischer, ergänzte, dass durch die um 3 % erhöhte Mehrwertsteuer das Leben aller Betriebe der Gastronomie und der Hotellerie in Gefahr geraten könne. Fischer machte deutlich, dass dieses Jahr weniger Netto in den Geldbeuteln der Menschen verbleiben würde als vor der Mehrwertsteuererhöhung. „Wenn weniger Geld zur Verfügung steht, wird natürlich die Gastronomie weniger besucht“, hob der Chef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes auf dem FDP-Kongress hervor.
Abschließend machte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und der tourismuspolitische Sprecher, Ernst Burgbacher, deutlich, dass die FDP ein 31-Punkte-Programm zur Durchsetzung tourismuspolitischer Ziele in Deutschland aufgestellt habe. „Die FDP ist die einzige Fraktion, die durch eine Verringerung der Steuer- und Abgabebelastung, einer Abschaffung der Rundfunkgebührenpflicht für Hotels und einer Offensive zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung der Tourismusstandorte das Rückrat für die weit über 3 Mio. Arbeitsplätze im Bereich des Tourismus in Deutschland ist. Deutschland ist ein Tourismusland. Wir müssen aber erreichen, dass wir im europäischen Wettbewerb nicht durch zusätzliche staatliche Lasten unattraktiv werden“, hob der Tourismusexperte der FDP-Bundestagsfraktion in Wiesbaden abschließend hervor.
