FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Dorothea Henzler: „Erfahrungsaustausch mit allen Beteiligten von Unterrichtsgarantie Plus wirkungsvoller als kurzfristiges ‚Mecker-Forum’“

Teure „Petz-Hotline“ vergiftet Klima an den Schulen und löst unnötigen Aktionismus aus

Wiesbaden – „Die völlig verkorkste Umsetzung der verlässlichen Schule wird nicht abgemildert, indem man eine Telefon-Hotline als Mecker-Forum einrichtet und auch noch teuer bewirbt. Das führt zu nichts außer zu Steuergeldverschwendung und noch größerem Frust bei den Schulen“, kritisierte die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dorothea Henzler, anlässlich der Verlautbarung der Kultusministerin in der gestrigen Sitzung des Kulturpolitischen Ausschusses, dass sich die Kosten für die Werbemaßnahmen für Unterrichtsgarantie Plus auf insgesamt 390.000 Euro beliefen.    

Hinter der Telefon-Hotline stecke ein ebenso bürokratisches Verfahren wie das Bürokratiemonster Unterrichtsgarantie Plus selbst. Eltern riefen im Kultusministerium an, der Mitarbeiter dort rufe im Staatlichen Schulamt an, dieses melde sich dann beim Schulleiter, um den Sachstand abzufragen. Dann gehe es den gleichen Weg zurück. „Und was folgt als Sanktion für die Schulen? Das Verfahren ist überbürokratisch und die Schlussfolgerungen vollkommen unklar“, so Henzler. 

„Eine Abordnung des Schulleiters zur Nachschulung an das Staatliche Schulamt löst erneuten Unterrichtsausfall aus – geholfen ist damit keinem“, kommentierte die schulpolitische Sprecherin der Liberalen.„Ein Erfahrungsaustausch mit allen Beteiligten, nämlich Schulen, Eltern, Schülern und Vertretungskräften ist unerlässlich. Dieser muss jedoch wirklich transparent gestaltet werden und kann erst dann geführt werden, wenn eine erste Anlaufphase verstrichen ist“, betonte Henzler abschließend.