Es sei vordringliche Aufgabe, die Schulzeitverkürzung so schnell wie möglich nachzubessern. Dazu bedürfe es eines parteiübergreifenden Konsenses. "Wir begrüßen ausdrücklich, dass die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Position der FDP unterstützt haben und den kooperativen Gesamtschulen zukünftig eine Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 einrichten wollen, da auch die CDU in ihrer Bad Wildunger Erklärung diese Forderung bereits übernommen haben. Wir sind zuversichtlich, dies zum nächsten Schuljahr umsetzen zu können", erläuterte Henzler. Auch eine Entschlackung der Lehrpläne sowie der Ausbau von Ganztagsschulen und –angeboten zur Entlastung der Schülerinnen und Schüler sei sicherlich umsetzbar.
"Wir begrüßen auch die Forderung der Grünen nach einer Parlamentsanhörung aller von Schule Betroffenen, um praxisnahe Lösungen für die aktuellen Probleme der Schulen zu erarbeiten", erklärte die FDP-Politikerin.
Leider fehle dem Sofortprogramm der Grünen ein grundsätzlicher Punkt. "Das Sofortprogramm macht nicht deutlich, dass die Grünen die Eigenverantwortliche Schule in Hessen wirklich wollen. Es fehlt ihnen augenscheinlich die innere Haltung zur Eigenverantwortlichen Schule und das unterscheidet sie grundsätzlich von der FDP", so Henzler. So wolle die FDP die Unterrichtsgarantie Plus zu Gunsten einer 105-prozentigen Lehrerversorgung abschaffen, während die Grünen weiterhin an dem Konzept hingen. Auch wollten die Grünen die zweite Fremdsprache flächendeckend im verkürzten Gymnasium wieder in der 7. Klasse beginnen lassen. "Die FDP will daran keine Änderung. Die Schulen sollen darüber selbst entscheiden", erklärte Henzler.
Die FDP werde mit der Einführung der Eigenverantwortlichen Schule ernst machen. "Zentral dafür ist, dass die Schulen eine Rechtsfähigkeit bekommen. Dafür wollen wir so schnell wie möglich mit einem Gesetzentwurf sorgen. Wir laden die Grünen ein, dies zu unterstützen", so Henzler abschließend.