FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Dorothea Henzler: „FDP sieht Handlungsbedarf beim Thema Bildung. Bessere Lehrerversorgung ist zentrale Forderung.“

Schülerstreik


Dorothea Henzler
„Es ist wichtig, dass das Thema Bildung wieder Schwerpunktthema in der hessischen Landespolitik wird. Schließlich ist nun ein Jahr vergangen, in dem nichts in Sachen besserer Lehrerversorgung und Qualitätsentwicklung an den Schulen passiert ist. Wir Liberale nutzen die Chance der Neuwahlen, um die Situation an den Schulen zu verbessern“, äußerte die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dorothea Henzler, anlässlich des heutigen Schülerprotests.

Die Demonstration nehme die FDP ernst, so werde das Thema Bildung seitens der Betroffenen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Henzler machte darauf aufmerksam, dass die FDP eine hundertfünfprozentige Lehrerversorgung an allen hessischen Schulen sowie ein neues Zuweisungsverfahren anstrebe. „Für guten Unterricht und für die Qualitätsverbesserung des Schulbetriebs benötigen Schulen mehr Personal. Wir wollen, dass alle Schulen eine hundertfünfprozentige Lehrerzuweisung erhalten mit der Option, bis zu 20 Prozent davon in Geld eigenverantwortlich einsetzen zu können. So kann jede Schule ihren Personalbedarf individuell abdecken. Neben einer erhöhten Lehrerversorgung wollen wir auch die starre Zuweisung durch ein flexibleres und transparenteres Lehrerzuweisungsverfahren ersetzen. Anstatt an der Zahl der zu bildenden Klassen muss sich die Lehrerzuweisung zukünftig an der Anzahl der Schüler und an einem Sozialindex orientieren. So haben die Schulen mehr Gestaltungsfreiraum bei der Klassenbildung und können selbst über die Klassengrößen entscheiden“, erklärte die FDP-Schulpolitikerin.

Henzler appellierte anlässlich des Schülerprotests, nicht eine Totalreform des hessischen Schulsystems anzustreben, sondern den Schulen Ruhe, Eigenverantwortung und mehr Ressourcen zu geben, damit diese selbstständig die Qualität ihres Schulbetriebs weiterentwickeln können. „Die Schulen wissen selbst am besten, wie ihr Unterrichtsbetrieb zu gestalten ist, deswegen müssen wir sie in die Freiheit entlassen“, so Henzler abschließend.