Für die FDP stelle sich auch die Frage nach den Kosten. „Ist es verhältnismäßig, dass lediglich fünf Polizisten durch eine Delegation aus Hessen besucht werden? Finden solche Besuche auch durch andere Länder-Innenminister statt? Gibt es Erkenntnisse, ob eine Einschätzung der Lage in Afghanistan aus hessischer Sicht anders zu bewerten ist als aus gesamtstaatlicher Sicht?“, so Hahn weiter. Der liberale Innenpolitiker kündigte an, diese Fragen auf parlamentarischem Weg noch vertiefen zu wollen: „Ich hoffe, dass dabei mehr herauskommt als der Versuch von Volker Bouffier, ein wenig seinem Vorbild Franz Josef Jung nachzueifern.“
Schaltkonferenz zu Minister Bouffier in Kabul
Wiesbaden – „In Kabul sind derzeit fünf hessische Polizeibeamte stationiert. Ich stelle mir natürlich schon die Frage hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit, wie viele Personen zum Schutz von Volker Bouffier und der ihn begleitenden Personen notwendig sind. Es ist nicht zielführend, dass die Bundesländer mit Minikontingenten hier ein bisschen Außen- und Verteidigungspolitik spielen, so etwas fällt eindeutig in die Kompetenz des Bundes. Schließlich gibt es durch die Neuordnung der Kompetenzen jetzt den zur Bundespolizei umgewandelten Bundesgrenzschutz, der solche Aufgaben übernehmen sollte“, so der Vorsitzende und innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Jörg-Uwe Hahn.