Bevor man Anderen Ratschläge erteile, müsse man nach Ansicht des Liberalen vor der eigenen Haustüre kehren. Solange die SPD in diesem Zustand sei, seien Ratschläge von ihm nicht ernst zu nehmen. Marschrichtung könne für Thorsten Schäfer-Gümbel nur ein parteipolitischer Neuanfang sein. „Zuerst braucht die SPD eine Bilanz der letzten neun Monate, und zwar eine ehrliche. Vielleicht sollte Herr Schäfer-Gümbel auch hier unabhängige Institute bemühen“, sagte Rentsch.
„Hessen braucht einen Aufbruch, wie wir ihn in der Regierungszeit 1999 bis 2003 hatten. An diese Zeit wollen wir anknüpfen und als gleichberechtigter Partner dafür Sorge tragen, dass die CDU nicht in ihr Rollenmuster der Alleinregierung zurückfällt. Hessen muss politisch zurück in die Mitte, das geht nur mit den Liberalen!“, so Rentsch.
Priorität jeder neuen Regierung müssten die Bereiche Bildung und Wirtschaft sein. „Was wir hier von der SPD zu erwarten haben, kann man im rot-grün-roten Koalitionsvertrag nachlesen. Oder distanziert sich Herr Schäfer-Gümbel jetzt endlich von diesem Machwerk?“, fragte Rentsch abschließend.