FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Florian Rentsch: Ziel ist es den bestmöglichen Impfschutz für die Bevölkerung zu erreichen – Betriebsärzten auch ohne Kassenzulassung impfen gestatten

Regierungserklärung Impfen


Florian Rentsch
„Die so genannte ‚Schweinegrippe’ ist längst auch in Deutschland und in Hessen angekommen und eine weitere Ausbreitung des Virus ist zu erwarten. Allerdings ist Hysterie nicht angebracht, aber auch ein sorgloser Umgang mit der Grippe wird der Situation nicht gerecht. Jeder sollte das Risiko einer Ansteckung kennen, ernst nehmen und wissen, wie die Krankheit ‚sich verhält’“, sagte Florian Rentsch, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, aus Anlass der Regierungserklärung von Staatsminister Jürgen Banzer zur größten Impfaktion Hessens.

Bis Ende November sollen nach Auskunft des Bundesministeriums für Gesundheit 9,3 Millionen Dosen des Impfstoffs ausgeliefert sein, bis Ende des Jahres bereits insgesamt 20 Millionen Dosen, davon hat das Land Hessen 3,695 Millionen Dosen geordert.

„Aus diesen Zahlen geht eindeutig hervor, dass der Impfstoff derzeit begrenzt ist. Deswegen müssen wir die Menschen in Abhängigkeit der Verfügbarkeit und nach der Empfehlung der ständigen Impfkommission impfen. Diese empfiehlt eine stufenweise Impfung. Hiernach soll zuerst das medizinische Fachpersonal, dann Schlüsselpersonal und anschließend sollen chronisch Kranke geimpft werden. Wir rechnen damit, dass wir den bestmöglichen Impfschutz für die Bevölkerung erreichen. Dies ist auch der guten Koordination des neuen Bundesgesundheitsministers Dr. Philipp Rösler zu verdanken“, so Rentsch.

Er forderte im Sinne einer möglichst zügigen Impfung aller Impfwilligen, die Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) sowie das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) großzügig auszulegen. Dadurch würde es auch Betriebsärzten ohne Kassenzulassung erlaubt, in den Betrieben vor Ort zu impfen. Außerdem begrüßte Rentsch, dass auch niedergelassene Ärzte ohne Kassenzulassung und Fachärzte zukünftig impfen dürfen. „So entlasten wir die Hausärzte und Gesundheitsämter und vermeiden zudem Arbeitszeitausfälle“, so Rentsch.