FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


„Hessen ist Tourismusland und muss besser vermarktet werden!“

Politische Sommerreise Posch und Rentsch

400 Kilometer in sieben Tagen sind der Vizepräsident des Hessischen Landtags, Dieter Posch, und der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian Rentsch, kreuz und quer durch Hessen geradelt.

Auf ihrer Tour hatten die beiden Abgeordneten die Chance, sich die Stärken und Schwächen Hessens als Tourismusland anzuschauen, für Hessen als Reiseland zu werben und sich für die Änderung des strikten Rauchverbots und andere liberale Positionen einzusetzen. „Hessen bietet eine unglaubliche Vielfalt für Touristen, aber es wird als Reiseland leider nicht ausreichend vermarktet“, so Posch, der auch wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist. 

Einzig das Wetter machte den liberalen Sportlern zu schaffen, die während ihrer Rundreise durch Hessen des Öfteren mit Regen zu kämpfen hatten. Pannen gab es auf der Tour bis auf einen platten Reifen keine. 

Stationen der Reise waren: Wanfried, Eschwege, Bad Sooden-Allendorf, Wabern, Fritzlar, Bad Wildungen, Waldeck, Willingen, Spangenberg, Willingshausen, Alsfeld, Lauterbach, Grebenhain, Bermutsheim, Wetzlar, Braunfels, Kelkheim, Bad Schwalbach, Schlangenbad, Oestrich-Winkel, Bensheim, Lorsch, Zwingenberg und Aschaffenburg. 

Die letzte Station war dem bayerischen Wahlkampf gewidmet, wo die beiden hessischen Politiker sich wegen der guten Prognosen optimistisch zeigten, dass die bayerischen Liberalen bei den Wahlen im Herbst den Einzug in den Bayerischen Landtag schaffen werden. 

An allen Stationen wurden die Radfahrer von Bürgermeistern, lokalen liberalen Politikern und Verantwortlichen der Tourismusbranchen begrüßt und hatten die Möglichkeit, sich vor Ort über verschiedene touristische Aktivitäten zu informieren. Zum Teil wurden die beiden Landtagsabgeordneten von Lokalpolitikern auf Etappen ihrer Tour mit dem Rad begleitet. „Mir ist auf dieser Reise insbesondere die Vielfalt, die unser Bundesland bietet, nochmals sehr bewusst geworden. Hessen braucht sich nicht zu verstecken“, sagte Rentsch. 

Trotzdem müssten nach Meinung der Liberalen die hessischen Regionen zielgerechter vermarktet werden. Das Tourismusmanagement dürfe nicht an Kreisgrenzen enden, sondern solle für ein touristisches Zielgebiet kreis- und länderübergreifend geordnet werden. Das Nebeneinander von Regionen, Kommunen, Fremdenverkehrsverbänden und Betrieben müsse überwunden werden, damit eigendynamische und strategisch geordnete Angebots- und Wettbewerbseinheiten entstehen. Die Bildung leistungsfähiger Destinationen sei in der letzten Legislaturperiode nur zögerlich fortgesetzt worden. Hier habe das Land seine Koordinierungsfunktion nicht ausreichend wahrgenommen. Destinationen dürften nicht nur touristische Fachbegriffe sein, sondern müssten schlagkräftige Organisationseinheiten werden. 

Zu dieser gemeinsamen Konzeption müsse auch gehören, dass eine Neukonzeption eines touristischen Auftritts auf Messen erfolgt. 

Erreicht werden solle endlich eine Verbesserung der Anschlüsse der hessischen Tourismusgebiete und Betriebe an die Vertriebspartner der touristischen Vermarktungssysteme. Die Vermarktungsstrategien seien im Hinblick auf ihre Zielgruppen und aktuelles Marketing, unter stärkerer Einbeziehung der neuen Medien, zu optimieren. 

Hessen biete mit seiner landschaftlichen Schönheit und seiner gut ausgebauten Infrastruktur, den intakten Dörfern und gastfreundlichen Unterkünften hervorragende Bedingungen für einen Landurlaub. Diese Urlaubsform habe sich sowohl für den Zweiturlaub aller Altersgruppen, insbesondere auch für den Urlaub von Familien mit Kindern, etabliert. Dieses Marktsegment sei stärker auszubauen und in die allgemeine Tourismuskonzeption zu integrieren. 

Der Urlaubsgast werde künftig nur dann ein Reiseziel wählen, wenn entsprechende Freizeitangebote vorgehalten werden. Die Schaffung von regionaltypischen Angeboten wie Weinproben, Ferienkursen, Angeboten des Fahrrad-, Wander- und Wassertourismus, aber auch Wintersportaktivitäten sei für eine erfolgreiche Vermarktung unerlässlich. Insbesondere gehe es um die Verbindung herkömmlicher Tourismusformen mit kulturellen Veranstaltungen wie Festivals und Festspielen. 

„Durch eine Verringerung der Steuer- und Abgabebelastung, wie z.B. der Abschaffung der Rundfunkgebührenpflicht für Hotels, der Beibehaltung der Steuerfreiheit von Zuschlägen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, der Abwehr des Mindestlohnes, der Liberalisierung des Jugendarbeitsschutzgesetzes, die Koordinierung bundesweit einheitlicher Regelungen des Gaststättengesetzes durch die Länder und einer Offensive zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung der Tourismusstandorte müssen wir den Wirtschaftszweig Tourismus stärken, denn es geht hier auch um viele Arbeitsplätze. Außerdem müssen wir erreichen, dass Hessen im innerdeutschen und  europäischen Wettbewerb nicht durch zusätzliche staatliche Lasten touristisch unattraktiv wird“, so Posch. 

Der Tourismus ist Hessen mit rund 180.000 Arbeitsplätzen und ca. 4,8 Mrd. Euro Umsatz. einer der bedeutenden hessischen  Wirtschaftszweige. 

Frei nach Jules Vernes „Le tour du monde en quatre-vingts jours“ ist das Fazit der politischen Sommerreise: „In sieben Tagen durch Hessen - Hessen hat eine Menge zu bieten“.