FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Florian Rentsch: "Wir brauchen einen Pflegegipfel unter Moderation von Sozialministerin Lautenschläger"

Pflege


Florian Rentsch
"Jeder Mensch muss eine echte Wahl zwischen der Pflege zu Hause und der Pflege im Heim haben. Die Politik ist aufgerufen, die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen", erklärt der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian Rentsch, anlässlich des zu erwartenden Anstiegs von Pflegebedürftigen in Hessen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird es bis zum Jahr 2020 16 Prozent mehr Pflegefälle als bisher geben. Darauf müsse die Politik schon jetzt reagieren, so Rentsch: "Wichtig ist eine qualitativ hochwertige Pflege, egal ob Zuhause oder im Heim. Über die Rahmenbedingungen müssen wir mit den Beteiligten diskutieren, vor allem über die Frage, wie die überbordende Bürokratie im Pflegebereich abzubauen ist, um wieder mehr Zeit für die Betroffenen zu erhalten." Für die Menschen, die in den eigenen vier Wänden bleiben wollten, müssten neben der Pflege Strukturen geschaffen werden, die ein selbständiges Leben trotz eingeschränkter Bewegungsfähigkeit ermöglichten. Die FDP setzt sich deshalb für Netzwerke ein, welche die bestehenden Strukturen miteinander verknüpfen sollen. Dazu gehört die Zusammenarbeit von örtlichen Koordinationsstellen, Seniorenbüros, Seniorenbeiräten, Seniorenbeauftragten, Kirchengemeinden und Vereinen.

 

Rentsch regt an, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen um Konzepte und Standards zu diskutieren, aber auch die Auswirkungen der Bundesreform für die Länder. "Ich plädiere trotz der aktuell politisch schwierigen Situation für einen Pflegegipfel in Hessen. Die Sozialministerin Silke Lautenschläger sollte bei nächster Gelegenheit hierzu einladen. Bei einer Reihe von Positionen gibt es Übereinstimmungen zwischen den demokratischen Parteien in Hessen. Die politische Situation darf nicht dazu führen, dass im wichtigen Bereich der Pflege Stillstand herrscht. Auch müssen wir über die Landesteile diskutieren, in denen nicht genügend Pflegeplätze und Betriebe vorhanden sind. Hier ist keine Zeit zu verlieren", so Rentsch abschließend.