FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Heinrich Heidel: „Gelber Sack gehört in die Tonne.“

Mülltrennung


Heinrich Heidel
„Die Müllentsorgung muss für die Bürger einfacher und billiger werden“, so der Obmann der FDP-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz und Ausschussvorsitzende Heinrich Heidel.

„Wir sagen der ‚Mülltrennungsideologie’ den Kampf an. Das staatlich verordnete Sortieren des Haus- und Verpackungsmülls von Hand ist weder ökologisch erforderlich noch ökonomisch sinnvoll“, sagte Heidel. Gelber Sack und gelbe Tonne gehörten abgeschafft. Der Abfall, der dort gesammelt werde, könne bedenkenlos auch in der so genannten „grauen Tonne“ landen.

Weiter erklärte Heidel: „Eine Reihe von ersten Versuchen hat gezeigt, dass Restmüll und Verpackungsabfälle gemeinsam über ein und dieselbe Tonne gesammelt und anschließend maschinell zuverlässiger und günstiger getrennt werden können. Das entlastet genauso die Umwelt, aber auch jeden Haushalt – organisatorisch und finanziell.“ Daher werde die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag wie im gemeinsamen Koalitionsvertrag mit der CDU auf Seite 77 festgelegt mit dafür sorgen, dass es in Hessen einen Modellversuch zur Müllverwertung unter dem Motto gibt: „Gemeinsam sammeln – Getrennt verwerten“.

„In ersten Gesprächen haben uns schon Entsorgungsunternehmen und Kommunen ihr Interesse bekundet. In dem Modellversuch müssen wir auch klären, ob auch der Biomüll mit in die Graue Tonne kann oder nicht. Möglichst viel Abfall sollte am Ende in der grauen Tonne landen, damit in den Städten und Dörfern weniger Mülltonnen im Blickfeld sind. Leider gibt es immer noch eine hohe Fehlerquote bei der Trennung von Hand. Und wenn Verpackungsmaterial in den Restmüll wandert, zahlt der Verbraucher doppelt. Über den Produktpreis trägt er die Lizenzgebühren für das duale System und bei der Kommune fallen Müllgebühren an. Außerdem kommt es immer noch zur absurden Mülltrennung, bei der Jogurtbecher mit heißem Wasser ausgewaschen werden oder Biomüll samt Plastiktüte in der Biotonne landet.“

Künftig müssten aber in jedem Fall Papier und Glas weiter getrennt gesammelt werden. Und das sei Aufwand genug für die Bürgerinnen und Bürger.