FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Florian Rentsch: "Unbürokratische schnelle Hilfe der Schulen ist durch den Härtefonds möglich. Evaluierung aber notwendig."

Mittagessensversorgung an hessischen Schulen


Florian Rentsch
Die auch von der FDP-Fraktion ernst genommene Problematik der Kinder an hessischen Schulen, die ohne Frühstück und Mittagessen den Tag verbringen müssen, ist von der hessischen Sozialministerin Silke Lautenschläger durch die Einführung des Härtefonds gut abgefedert worden, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian Rentsch. "Der Härtefonds, der direkt den Schulen zugute kommt, stellt ein schnelles und unbürokratisches Handeln dar. Die Lehrer vor Ort wissen am Besten selbst, welches Kind mit einem warmen Mittagessen versorgt werden muss und welches nicht."

Völliges Unverständnis äußerte Rentsch zu der SPD-Forderung, nur Kinder aus Hartz IV-Familien zu versorgen. "Dies stellt eine unzulässige Stigmatisierung dar. Für uns Liberale ist klar, es ist relativ gleich, woher ein Kind kommt oder nicht. Wenn es Hunger hat, aus welchen Familien auch immer, dann muss ihm geholfen werden. Dies nur für Kinder aus einkommensschwachen Familien gelten zu lassen, ist falsch."

Abschließend forderte Rentsch die Evaluierung des Modells des 5 Millionen Euro-Fonds der Landesregierung am Ende des Schuljahres. "Wir wollen konkretes Datenmaterial darüber haben, wie der Fonds angenommen worden ist oder nicht. Von da aus können wir dann über die weitere Ausgestaltung eines Härtefonds sprechen."