FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Florian Rentsch: „Ministerium zieht die Konsequenzen aus der Anhörung“

Missbrauch von Kindern verhindern

Wiesbaden – „Die heute vorgestellten Maßnahmen des Sozialministerium finden im Grundsatz die Unterstützung der Liberalen. Hier zieht die Ministerin die Konsequenzen aus der Anhörung vom September. Verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen und ein bundesweiter Datenaustausch können die Basis für die Verbesserung der Situation gefährdeter Kinder sein“, urteilt der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian Rentsch.

Allerdings müsse geklärt werden, wie Sanktionsmaßnahmen gegenüber Eltern aussehen, deren Kinder nicht an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. „Diese Regelung ist zu schwierig, um mit einem Schnellschuss angegangen zu werden, wir erwarten von der Landesregierung ein klares Konzept, sonst können wir nicht zustimmen.“ 

Die FDP fordere darüber hinaus die Konkretisierung zweier weiterer Themenkomplexe. „Zum einen brauchen wir eine bessere Verzahnung der betroffenen Stellen, also der Jugendämter, Gerichte, Polizei, Staatsanwaltschaft und der Krankenkassen“, so Rentsch. Zum zweiten sei zur Durchsetzung eines besseren Kinderschutzes eine zweite vorgelagerte Schuleingangsuntersuchung im Alter von drei Jahren sinnvoll. „Im Alter von sechs Jahren ist es oft zu spät, um Sprach- oder Entwicklungsdefizite auszugleichen“, erläutert Rentsch abschließend.