Der Lenkungskreis hat als Leitidee einer möglichen Internationalen Bauausstellung Frankfurt/Rhein-Main 2018 den Aspekt „Internationalität“ identifiziert, der die Rhein-Main-Region spezifisch von anderen Regionen unterscheidet. Diese Leitidee sollte nach Ansicht des Lenkungskreises auf eine Reihe von Handlungsfeldern angewendet werden, in denen sich im Laufe der nächsten zehn Jahre besondere Herausforderungen für das Rhein-Main-Gebiet ergeben. „Wohnen, Wissen und Bildung, Kultur, Landschaft und Siedlung sowie Mobilität sind die momentanen Vorschläge für solche Handlungsfelder, die wir nun mit der Region und mit weiteren Fachleuten diskutieren wollen“, erläuterte Beer als Sprecherin des Lenkungskreises. „Eine Herausforderung ist beispielsweise, den unterschiedlichsten Wohnansprüchen der Mitglieder der internationalen Community gerecht zu werden. Auch bei der Entwicklung im Themenfeld Landschaft, also unserer städtischen Zentren, Grünzüge und attraktiven Kulturlandschaften, können und müssen wir die Qualitäten unserer polyzentrischen Region stärker herausstellen und diese Wohn- und Lebensqualität von Frankfurt/Rhein-Main auch international präsentieren. Für die Zukunftsfähigkeit der Region ist es zudem wichtig, hochwertige Räume für Bildung und Kultur zu schaffen, die helfen, die Region innovativ aufzustellen.“
Nach der Vorstellung des Lenkungskreises sollen diese Handlungsfelder durch besondere Qualitätskriterien definiert werden, denen alle späteren IBA-Projekte genügen müssen. Zu diesen Kriterien zählt für den Lenkungskreis unter anderem Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, sparsamer Flächeneinsatz sowie der Umstand, sich im Einklang mit den bevorstehenden demografischen Entwicklungen zu befinden.
Der Lenkungskreis hat auch einen weiteren Fahrplan bis zur Vorlage des Abschlussberichts an den Hessischen Landtag Ende März 2009 beschlossen.
„Wir wollen diese Zeit nutzen, um unsere aktuellen Vorschläge mit und in der Region zu diskutieren, denn die Konzeption und Durchführung einer IBA ist auch eine Prozessidee. Daher wollen wir eine Zukunftswerkstatt mit Experten der unterschiedlichsten Fachrichtungen veranstalten“, erklärte Beer. Zudem werde man sich auch in einer zweiten Kommunalkonferenz nochmals mit den Städten und Gemeinden der Region abstimmen, bevor eine Vorlage an den Landtag erfolgt.
Es zeichne sich ab, dass die nächsten erforderlichen Arbeitsschritte, insbesondere die geplante Zukunftswerkstatt, von der Wirtschaftsinitiative, dem Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main und gegebenenfalls weiteren kommunalen Akteuren sowie dem Land Hessen gemeinsam finanziert würden.
Der Lenkungskreis habe darüber hinaus das Hessische Wirtschaftsministerium, das den Lenkungskreis auch geschäftsführend unterstützt, darum gebeten, ein Konzept für die zu entscheidenden Organisations- und Finanzierungsfragen bis März 2009 vorzubereiten.
