FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Künstliche Befruchtung


Florian Rentsch
In der heutigen Sitzung des Sozialpolitischen Ausschusses des Hessischen Landtags haben die Fraktionen von SPD und Grünen einen gemeinsamen Antrag von CDU und FDP mit hanebüchenen Argumenten und Vergleichen abgelehnt. „Die Wichtigkeit künstlicher Befruchtung mit einem zahnmedizinischen Eingriff zu vergleichen – wie es heute Dr. Spies getan hat – ist eine respektlose Beleidigung der Betroffenen, die ohnehin einem hohen psychischen Leidensdruck ausgesetzt sind“, so die Obleute und familienpolitischen Sprecher von CDU und FDP Petra Müller-Klepper und Florian Rentsch.

CDU und FDP hatten mit dem Antrag beabsichtigt die Kostenübernahme bei künstlichen Befruchtungen ungewollt kinderloser gesetzlich versicherter Paare wieder herzustellen, denn diese Kosten würden seit der letzten Gesundheitsreform nur privat Versicherten voll erstattet. „Die Zahlen machen es deutlich, hier wird am falschen Ende gespart. Ein dramatischer Rückgang, der durch künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation) gezeugten Kinder ist ein eindeutiger Beleg und zudem ein falsches familienpolitisches Signal“, so Müller-Klepper.

„Die Sozialdemokraten manifestieren so gemeinsam mit ihren grünen Freunden die von ihnen viel beschworene Zwei-Klassen-Medizin. Es ist bedauerlich, dass sie damit vielen ungewollt kinderloser Paaren die letzte Hoffung auf ein eigenes Kind nehmen“, so der FDP-Politiker abschließend.