Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Kita-Qualitätsplakette, die die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag bereits im Mai 2007 in einem Antrag ins Parlament eingebracht hatte, die auch auf Kinderkrippen Anwendung finde.
Die Kita-Qualitätsplakette sieht die freiwillige Teilnahme von Einrichtungen im Elementarbereich vor. Nach vorgegebenen Qualitätsstandards können die Kindertagesstätten ihr eigenes Profil entwickeln. Die Träger sind also gehalten, ihre Bildungsarbeit in eigener Verantwortung auf der Basis
1.einer schriftlichen Konzeption der Einrichtung,
2.eines Träger oder -einrichtungsspezifischen Bildungskonzeptes und
3.den kindbezogenen Bildungsdokumentationen zu evaluieren.
Zweifellos werde damit dem Umstand Rechnung getragen, dass es unterschiedliche Wege zu einem qualitativ hochwertigen Angebot in Kindertageseinrichtungen gibt. Diverse Strukturen und pädagogische Ansätze zur Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrages bieten den Eltern die Chance, diejenige Einrichtung auszuwählen, die ihre Vorstellungen und Wünschen entsprechen.
Rentsch wies darauf hin: „Zu den festgelegten Qualitätsstandards gehören zum Beispiel die Frage des Sprachgebrauchs in der Einrichtung, das Förderklima zur Weiterentwicklung der fein- und grobmotorischen, musischen und kognitiven Fähigkeiten, die Behandlung von Trennungsproblemen kleiner Kinder, die Zusammenarbeit mit Eltern und Schulen sowie die Berücksichtigung der körperlichen Bedürfnisse der Kinder. Berücksichtigt wird auch die Strukturqualität in Bezug auf die Personal- und Sachausstattung sowie die Räumlichkeiten. Klar ist, dass die Landespolitik ihr Augenmerk viel stärker auf die Qualität lenken muss, als bisher. Die Qualitätsplakette ist ein Anfang“, so Rentsch.
Alle teilnehmenden Einrichtungen erhielten eine Plakette, mit der sie gegenüber der Öffentlichkeit dokumentieren können, dass sie bereit waren, ihre pädagogische Arbeit von einem unabhängigen Evaluationsteam prüfen zu lassen. Die Qualitätsplakette, so Rentsch weiter, sei ein Instrument, um die Qualität des Angebotes einer Kita weiterzuentwickeln. Die Durchführung dieses Qualitätswettbewerbes solle beim Sozialministerium liegen.