Weiter sagte er: „Wie es mit Gorleben weitergeht ist die eine Frage. Die andere Frage ist, dass die Grünen offensichtlich nichts dazu beitragen wollen oder können, welche weiteren Alternativen es gibt, um das Problem des Atommülls zu lösen. Aus unserer Sicht muss zum Beispiel in den Bereich der Transmutation Forschungs- und Entwicklungsgeld gesteckt werden. Diese Technik könnte einen erheblichen Beitrag zur Lösung der Problematik beitragen.“
Auch die Berichte über ein angeblich zurückgehaltenes ,Atomgutachten’ werden von Rot-Grün aus Wahlkampfzwecken unverantwortlich aufgebauscht. In dem Gutachten werden lediglich Szenarien beleuchtet. Zudem befassen sich gerade einmal vier von 60 Seiten mit Kernkraft.
Die Frage nach der Zukunft des Kernkraftwerks Biblis sei durch die Beratung im Parlament auch nicht mit neuen Erkenntnissen versehen worden. „Die FDP wird weiterhin ihrer Energiepolitik die Sicherstellung der notwendigen Grundlastbedürfnisse bei der Versorgung und das höchste Niveau bei technischen Standards zu Grunde legen. Wir betrachten die Kernkraft als Übergangstechnologie. Deshalb forderte Sürmann die Oppositionsparteien auf, konstruktiv an dem Energiekonzept der Regierungskoalition mitzuarbeiten, damit langfristig ein Ausstieg aus der Atomenergie möglich wird.
Die ideologische und realitätsferne Politik von SPD und Grünen darf aus unserer Sicht für die Energieversorgung Hessens nicht zum Maßstab werden – der populistische Umgang mit diesem Thema, vor allem durch die SPD, die grundsätzlich ebenfalls Verantwortung für die Kernkraft aus früheren Regierungsjahren trägt, unterstreicht noch einmal das Desinteresse an der Sache und belegt die billige Wahlkampfrhetorik“, erklärte Sürmann.
