Die FDP trete vor dem Hintergrund erhöhter Transportkosten für den Strom für verbrauchernahe Kraftwerksstandorte ein. Daraus ergebe sich die Forderung nach dem Erhalt des Standortes Biblis und die Übertragung von Strommengen auf den Block A in Biblis. „Wenn Biblis abgeschaltet wird, wird der Strom automatisch durch den längeren Transportweg teurer. Die SPD nimmt – ganz verbraucherunfreundlich – in Kauf, dass die Bürgerinnen und Bürger von Hessen höhere Strompreise zahlen müssen“, so Heidel weiter. „Mit dem Kernkraftwerk Biblis sind 1.000 Arbeitsplätze verbunden, selbst durch den Rückbau können diese nicht längerfristig erhalten werden. Die FDP-Fraktion unterstützt die Übertragung von Strommengen auf den Block A des Kraftwerks Biblis. Dies kann ein Beitrag zur Verringerung des Schadstoffausstoßes bei der Erzeugung fossiler Energien sein. Es ist in jedem Fall aber ein Beitrag gegen Strompreiserhöhungen.“ Die FDP ginge davon aus, dass bei auch nur geringster Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Kernkraftwerks Biblis die zuständigen Umweltminister eine sofortige Schließung veranlassen würden.
Die FDP setze sich intensiv für die Erforschung und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien ein. Erneuerbare Energieträger könnten am besten dann ausgebaut werden, das heißt auch erforscht werden, wenn ein Teil des durch eine Laufzeitverlängerung erzielten wirtschaftlichen Gewinns in die Förderung erneuerbarer Energien investiert werde. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Hessen sowie bei ihrer Wirtschaftlichkeit müsse die Landesregierung allerdings noch ein ganzes Stück Arbeit leisten, so der Liberale.
