FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Florian Rentsch: „Deutschland braucht gesteuerte Einwanderung gerade für Hochqualifizierte“

Ist das Boot voll?

Wiesbaden – „Der Ausspruch `Das Boot ist voll´ gehört endgültig der Vergangenheit an, denn Deutschland ist bereits ein Einwanderungsland“, konstatierte Florian Rentsch, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, heute gegenüber der Presse. „CDU, SPD und Grüne trauen sich nicht, den hessischen Bürgern die Wahrheit über die Notwendigkeit einer gesteuerten Einwanderungspolitik zu sagen und verschanzen sich stattdessen hinter ihren ideologischen Scheuklappen“, kommentierte der Liberale die Ablehnung eines FDP-Antrags durch die anderen Landtagsfraktionen.

„Für die Zukunft unseres Landes ist es besonders wichtig, eine rationale Einwanderungspolitik auf Bundesebene zu initiieren“, und genau dies habe die FDP in ihrem Antrag gefordert. 

Zuwanderung qualifizierter Menschen durch Punktesystem

Der Liberale schlug als Instrument der Einwanderungspolitik ein bundeseinheitliches Punktesystem vor, wobei Kriterien für Alter, Qualifikation, Sprachkenntnisse, Gesundheitszustand und finanzielle Mittel den Weg für eine Einwanderung ermöglichten. „Nur auf diesem Wege kommen wir zu einer gesteuerten und arbeitsmarktorientierten Zuwanderung“, betonte Rentsch. 

Hintergrund:

„Im Jahr 2005 sind nur 900 hochqualifizierte Menschen nach Deutschland eingewandert – viel mehr wären es gewesen, blockierten nicht noch immer bürokratische und ideologische Barrieren die deutschen Grenzen“, führte Rentsch aus. Um die Produktivität Deutschlands und den wirtschaftlichen Wohlstand zu erhalten, würden aber qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland gebraucht. 

„Deutschland ist ein Einwanderungsland, deshalb müssen wir handeln und zwar jetzt“, mit diesen Worten mahnte Rentsch eine Bundesratsinitiative an.