FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Dieter Posch: „Wir haben erhebliche Zweifel an der geplanten Übernahme der irischen Tochter der Nassauischen Sparkasse durch den Sparkassen- und Giroverband Hessen/Thüringen.“

Irische Tochter der Nassauischen Sparkasse


Dieter Posch
Mit Erstaunen reagierte die FDP im Hessischen Landtag auf Pressemeldungen, wonach der hessisch-thüringische Sparkassen- und Giroverband eine irische Tochter der Nassauischen Sparkasse sanieren will. „Diese Absicht stößt auf erhebliche Zweifel und Unverständnis“, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dieter Posch. „Es ist zwingend erforderlich, eine Bewertung des Kaufobjektes vorzunehmen. Schließlich ist damit zu rechnen, dass der Stützungsfonds der Bundesregierung von den hessischen Sparkassen in Anspruch genommen werden muss.

Posch hat deshalb in einem Offenen Brief an den Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel elf Fragen gestellt, die der dringenden Klärung bedürfen.

In dem Brief heißt es unter anderem:

1. Wie beurteilt die Landesregierung die „Abgabe der irischen Tochter der NASPA an den Sparkassen- und Giroverband Hessen/Thüringen?
2. Wie beurteilt die Landesregierung den in der Presse als „symbolisch bezeichneten Kaufpreis von 250 Millionen Euro?
3. Welchen Kaufpreis hält die Hessische Landesregierung auf der Basis welcher Bewertungsgrundlagen für angemessen?
4. Mit der Übernahme und dem Kauf wird mit Sicherheit der Stützungsfonds der hessischen Sparkassen und der Landesbank in Anspruch genommen. Wie ist der Stützungsfonds ausgestattet? In welchem Umfang ist damit zu rechnen, dass der Stützungsfonds zu Lasten aller hessischen Sparkassen in Anspruch genommen wird?