FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Wolfgang Greilich: „Verbot von Killerspielen nur Scheinlösung.“

Innenpolitik


Wolfgang Greilich
Mit Blick auf die erneuten Forderungen nach einem Verbot von „Killerspielen“ warnte der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Greilich, vor einer Placebo-Diskussion. „Gerade nach einer so schrecklichen und traurigen Tat wie dem Amoklauf von Winnenden ist es enorm wichtig, genau zu analysieren, statt vorschnell zu handeln“, so Greilich.

Mit solchen Verbotsforderungen sei noch nie etwas erreicht worden. So eine staatliche Maßnahme greife tief in verschiedene Grundfreiheiten ein. Außerdem wirke ein Verbot auf die Jugendlichen geradezu als Anreiz, erst recht Killerspiele im Internet herunterzuladen.

In einer Welt mit offenem Internet sei es technisch schlicht unmöglich, ein Killerspiel-Verbot wirksam umzusetzen, erklärte der FDP-Innenexperte. „Statt Verbote zu fordern, müssen wir die Verantwortung und die Medienkompetenz der Eltern stärken. Ganz wichtig ist, dass Eltern hinschauen, was sich in den Zimmern ihrer Kinder abspielt“, erklärte Greilich. Dazu gehöre es, dass sich die Erziehungsberechtigten über Spielinhalte, Spieltechnik und über die Wirkung von Computerspielen informierten. „Dabei geht es einerseits darum, Kindern und Jugendlichen beizubringen, Computerspiele richtig einschätzen zu lernen und andererseits zu vermitteln, wann es Zeit für den ‚Aus-Knopf’ am Computer ist“, sagte Greilich.