FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Jörg-Uwe Hahn: „Forderungen des Hessischen Handwerkstages bestätigen FDP-Position.“ - „Eigenverantwortung der Schulen ist Grundbedingung für eine starke Schule.“

Hessischer Handwerkstag zur Bildungspolitik


Jörg-Uwe Hahn
Der FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzende Jörg-Uwe Hahn begrüßte die heute vom Hessischen Handwerkstag vorgestellten Forderungen an die künftige hessische Schulpolitik. „Wir fühlen uns bestätigt in unserer seit langem erhobenen Forderung nach mehr Eigenverantwortung für die Schulen. Der Hessische Handwerkstag hat vollkommen recht, dass die Entlassung der Schulen in die Freiheit eine ‚Grundbedingung für eine starke Schule’ ist. Eigenverantwortung bedeutet mehr Freiheit der Schulen bei der Gestaltung des Unterrichts und der Schulorganisation. Dadurch können die Schulen eine auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmte Förderung anbieten. Das kommt den Schülerleistungen zugute. Als Voraussetzung dafür benötigen die Schulen Personal- und Finanzhoheit.“

Die FDP wolle in einem ersten Schritt den Schulen eine 105-prozentige Lehrerversorgung zukommen lassen. Die Schulen sollten selbst bestimmen, mit diesem Budget Lehrer, Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen einzusetzen.

Als zweiten wichtigen Punkt betonte Hahn die Forderung nach verstärkter Sprach- und Leseförderung, insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund. „Auch in diesem Punkt wird deutlich, dass Integrations- und Bildungspolitik viel enger verzahnt werden müssen. Das von der FDP vorgelegte Förderkonzept sieht eine verstärkte frühkindliche Bildung mit Schwerpunkt auf Sprachförderung vor. Ein wichtiges Element dabei ist unsere verpflichtende Kinderschule für alle Fünfjährigen. Nur so ist es zu leisten, dass am Beginn der Grundschulzeit alle Schülerinnen und Schüler über ausreichend gute Deutschkenntnisse verfügen und somit gleiche Chancen am Start ihrer schulischen Laufbahn haben.“

Mit der FDP werde es auch eine Stärkung des Bildungsgangs Hauptschule geben. „Durch eine intensive praxisorientierte Förderung sollen die Jugendlichen gezielt auf den Beruf vorbereitet werden. Dabei ist es unerheblich, ob diese Förderung in eigenständigen Hauptschulen oder integrativ in verbundenen Haupt- und Realschulgängen erfolgt. Die Schulform muss jeweils vor Ort entschieden werden, wichtig ist uns, dass die Bildungsabschlüsse bestehen bleiben“, so Hahn abschließend.