Von Hunnius betonte, dass das Wachstum der Steuereinnahmen so schnell und umfangreich gar nicht sein könne, dass es für eine Konsolidierung des Haushalts ausreichend wäre: „Einzig über strukturelle Ausgabenkürzungen, also schlichtes Einsparen, lässt sich der Haushalt dauerhaft konsolidieren. Kein Konjunkturaufschwung dauert ewig. Wenn jetzt nichts Grundlegendes passiert, ist im nächsten Abschwung die Situation die alte: Die Ausgaben bleiben unverändert und um sie zu finanzieren, muss die Nettokreditaufnahme wieder heraufgefahren werden. So kommen wir nie von den Schulden weg.“ Von Hunnius betonte, dass es unverantwortlich sei, sich in Zeiten knapper Kassen um die Konsolidierung zu drücken und in Zeiten steigender Einnahmen die Ausgaben zu erhöhen. „Wer so handelt, vergeht sich an den Gestaltungs- und Freiheitsrechten unserer Nachkommen, denen nichts bleibt, als den überzogenen Konsum ihrer Vorfahren mit Zins und Tilgung zu bezahlen.“
Der liberale Haushaltsexperte erinnerte noch einmal daran, dass man endlich den Mut haben müsse, den Bürgern die Wahrheit zu sagen. „Diese Wahrheit sieht so aus, dass der Staat künftig weniger Aufgaben erfüllen kann und muss und das Niveau seiner Leistungen verringern muss – alles andere ist schlichtweg unsozial.“
