Aus Sicht des Liberalen ist die Maßnahme nicht nötig, da so die Haushaltsberatungen für 2009 verzögert würden. Denn ebenso wie Weimar glaube auch er nicht, dass Ypsilanti im November gewählt werde. „Offenbar sind alle Versprechungen der SPD mittlerweile Makulatur. Ich erinnere nur an den Landtagsbeschluss vom 29. Mai diesen Jahres, bei dem die SPD dem Ziel der Haushaltskonsolidierung bis 2011 ausdrücklich zugestimmt hat“, so Krüger, der weiterhin auf die neueste Infratest-dimap-Umfrage verweist, in der 61 Prozent der Deutschen es für falsch halten, dass Andrea Ypsilanti sich mit den Stimmern der Linken zur Ministerpräsidentin wählen lassen will. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das 56 Abgeordnete im Hessischen Landtag anders sehen!“
Der Finanzexperte der FDP teilt das Ziel des Finanzministers trotz der aktuellen internationalen Bankenkrise und der derzeitigen Steuerentwicklung am Ziel des ausgeglichen Haushalts ohne Nettoneuverschuldung bis 2011 festhalten. „Wir Liberale verstehen unter nachhaltiger Finanzpolitik eine Politik bei der unsere Kinder und Kindeskinder nicht unsere Schuldenberge abtragen müssen, denn das wäre wirklich unsozial“, so Krüger abschließend.
