FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Mario Döweling: Neue Chance für Haupt- und Realschulen in Hessen

Haupt- und Realschulen


Mario Döweling
„Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag nimmt sich der Aufgabe an, eine Zukunftsperspektive für verbundene Haupt- und Realschulen durch Kooperation der allgemeinbildenden mit berufsbildenden Schulen zu schaffen. Dabei wird der Koalitionsvertrag umgesetzt. Daher engagieren wir uns für die Neugestaltung der verbundenen Haupt- und Realschulen in Hessen“, so Mario Döweling, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

Ziel sei es, in naher Zukunft Haupt- und Realschulen die Möglichkeit zu eröffnen, die beiden Bildungsgänge in einer Schule anzubieten, wenn sie dies wollten. Innerhalb dieser Schulen sollten durch eine Vielfalt von Lernwegen die individuellen Begabungen die Schülerinnen und Schüler optimal gefördert und vergleichbare Lernkompetenzen vermittelt werden. Über zusätzlich angebotenen modularen Unterricht und Zertifikate für besondere Leistungen in einzelnen Fächern, durch zusätzliche Förderstunden und teil- oder bildungsgangdifferenzierten Unterricht, könnten die Schülerinnen und Schüler dann einen der beiden Bildungsabschlüsse erwerben.

Im Koalitionsvertrag (Kapitel Schule, Ziffer 8, S. 30) sei dazu von CDU und FDP vereinbart worden: „Schulen mit den Bildungsgängen Hauptschule und Realschule wird die innere Unterrichtsorganisation freigestellt.“ Döweling erklärte dazu: „Gemeinsam mit unserem Koalitionspartner setzen wir das Vereinbarte um. Wir werden mit dieser Schulform jedem Jugendlichen die Chance auf einen erfolgreichen Schulabschluss geben und auch den Weg vom mittleren Abschluss zum Abitur offen halten. Die neue Schulform soll die hessische Schullandschaft bereichern und dort Anwendung finden, wo es regional und vor allem pädagogisch sinnvoll ist. Es ist nicht unser Anliegen, bereits bestehende Bildungsgänge abzuschaffen, sondern wir wollen langfristig ein attraktives Bildungsangebot in der jeweiligen Region gewährleisten. Die Konzeption versteht sich deswegen als ein Angebot an alle Schulen mit den Bildungsgängen Haupt- und Realschule. Die Schulen sollen sich für dieses Angebot entscheiden können, wenn sie sich den veränderten Anforderungen stellen wollen.“

Das Konzept sehe zudem eine enge Kooperation mit den berufsbildenden Schulen vor. Allen Schülerinnen und Schüler solle eine systematische Berufsorientierung mit dem Ziel der Ausbildungsreife geboten werden, damit diese rechtzeitig auf die Anforderungen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung vorbereitet werden könnten. „Wir sind der Überzeugung, dass dieses Konzept gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der rückläufigen Schülerzahlen an den Hauptschulen den Schulen eine zukunftsfähige Perspektive eröffnet“, sagte der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion.