FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Jörg-Uwe Hahn: „Zweiter Anlauf zu Rot-Rot-Grün scheint beschlossen. Hessen wird in ein Desaster geführt werden. Kurt Beck nimmt seine Verantwortung für die SPD und Hessen nicht wahr.“

HR-Sommerinterview Andrea Ypsilanti


Jörg-Uwe Hahn
Der FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzende Jörg-Uwe Hahn erklärte anlässlich der von der SPD-Chefin im heutigen HR-Sommerinterview geäußerten Position, dass sie sich aller Stimmen der SPD-Fraktion mit Ausnahme der von Dagmar Metzger sicher sei: „Ein zweiter Anlauf zu einem rot-rot-grünen Bündnis ist offenbar beschlossene Sache. In der Konsequenz heißt das, dass Kommunisten die Politik in Hessen künftig mitbestimmen werden. Es ist unschwer vorstellbar, dass die wirtschaftliche Situation unter diesen Verhältnissen dramatische Veränderungen erfahren wird. Als Beispiele sind zu nennen: Infrastrukturmaßnahmen in Nordhessen, der Ausbau des Frankfurter Flughafens und des Flughafens Kassel-Calden. Aber auch der Irrweg in der Energie- und Haushaltspolitik wird alle Hessen teuer zu stehen kommen.“

Ypsilanti begebe sich auf eine gefährliche Reise, warnte Hahn weiter. Zu wünschen sei nur, dass sie endgültig scheitert und das Projekt Rot-Rot-Grün ein für allemal erledigt sei. Als „Versagen auf ganzer Linie“ bezeichnete Hahn das Lavieren des SPD-Bundesvorsitzenden Kurt Beck im Umgang mit dem geplanten Linksbündnis in Hessen. „Beck macht es sich zu einfach, die Entscheidung über ein linkes Bündnis mit den Postkommunisten allein nach Hessen zu delegieren. Es geht schließlich um eine Grundsatzentscheidung der Sozialdemokraten und nicht um hessische Klein-Klein.“ Hierbei seien auch die Grünen in der Pflicht, denn auch sie könnten in den Strudel der sinkenden Umfragewerte hinab gezogen werden.

Hahn bekräftigte das Angebot der Liberalen an die Grünen: „Wir haben direkt nach der Wahl einen Weg zu einer Jamaika-Koalition in Hessen eröffnet. Diese Option besteht weiterhin, allerdings wird sie mit jedem Tag, mit dem die Grünen ein rot-rot-grünes Bündnis in Hessen schmieden, unwahrscheinlicher. Dessen müssen sich die Grünen bewusst sein.“