Heidel forderte die anderen Fraktionen auf, anstatt eine freiwillige Selbstverpflichtung für ein gentechnikfreies Hessen in allen Bereichen von Landesseite zu forcieren, sich dafür einzusetzen, dass die von der Großen Koalition auf Bundesebene schlecht gemachte Kennzeichnungsregelung schleunigst verbessert werde. „Wir brauchen eine Kennzeichnungspflicht, die diesen Namen verdient. Der Verbraucher muss lückenlos aufgeklärt sein über die Produkte, die er kauft. Erst diese Transparenz verschafft dem Verbraucher die unabdingbare Wahlfreiheit zwischen Produkten mit oder ohne Gentechnik“, erklärte Heidel. Die FDP fordere die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für eine Änderung dieser Kennzeichnungsregelung einzusetzen.
Des Weiteren appellierten die Liberalen, dass die Freiheit von Lehre und Forschung bezüglich der grünen Gentechnik nicht eingeschränkt werden dürfe. „Hier ist der Antrag von SPD und Grünen heuchlerisch. Hessen kann nicht einerseits zur gentechnikfreien Zone erklärt werden, wenn die Agrarforschung in diesem Bereich möglich sein soll“, so Heidel abschließend.
