FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Florian Rentsch: "Wir wollen Gutscheine für Eltern, anstatt staatliche Geldzuteilung an Einrichtungen"

Gewerbliche Betreiber von Kitas fördern


Florian Rentsch
Der Vorstoß von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, auch gewerblichen Anbietern von Kinderkrippen und –tagesstätten staatliche Zuschüsse zu gewähren, wird vom sozialpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian Rentsch, positiv bewertet. Allerdings will der Liberale nicht, dass die Zuschüsse den Einrichtungen nur auf Grund ihrer bloßen Existenz zukommen, sondern verweist auf das liberale Gutscheinmodell.

 "Die FDP tritt für eine Finanzierung von Kita- und Krippenplätzen über das Gutschein-Modell ein. Dies würde es Eltern ermöglichen, die Form der Kinderbetreuung frei zu wählen und zum Beispiel ihre Kleinsten auch in die Obhut von Tagesmüttern oder auch in eine Krippe geben zu können. Wir benötigen endlich ein Ende der antiquierten Objektförderung, bei der eine Einrichtung eine bestimmte Summe vom Staat bekommt, egal, ob alle Plätze besetzt sind oder die Qualität stimmt und der Staat nach Gutdünken entscheidet, wer das Geld bekommt. Diese Entscheidung müssen die Eltern treffen", so Rentsch.

 

Das innovative liberale Modell, wonach das Geld in Form von Gutscheinen an die Eltern geht und nicht an die Einrichtung hätte zur Folge, dass sich nur solche Einrichtungen am Markt bewähren, deren Qualität von den Eltern als gut bewertet wird. "Subjekt- statt Objektförderung ist hier das Schlagwort, das aus dem guten Ansatz von Frau von der Leyen eine runde Sache machen würde. Frau von der Leyen darf nicht auf halbem Weg stehen bleiben!", so Rentsch.

 

Gepaart mit der liberalen Idee der Qualitätsplakette für Kinderbetreuungseinrichtungen könnten sich die Krippen und Kitas freiwillig evaluieren lassen und so die Güte ihres Angebots nachweisen.

 

"Mit der Trendwende von der Objekt- zur Subjektförderung und dem Gutscheinmodell wären auch die Ängste der gemeinnützigen Anbieter entkräftet, der Wettbewerb mit gewerblichen Anbietern würde die soziale Selektion verstärken", so Rentsch abschließend.