Die liberale Schulpolitikerin begrüßte, dass es Übereinstimmungen der Fraktionen zur Nachbesserung der Schulzeitverkürzung gebe, die es möglich machten, dass die Missstände mit Beginn des nächsten Schuljahres beseitigt werden könnten. "Das Abspecken der Lehrpläne auf Kerncurricula, eine bessere Verteilung der Stundentafeln und der Ausbau des Ganztagsbetriebs an allen G8-Schulen sind dafür unverzichtbar. Auch die Rücknahme der verpflichtenden Verkürzung für die Kooperativen Gesamtschulen als Alternative zu G8 und somit der Erhalt der Schulwahlfreiheit ist ein wichtiger Beitrag zur Qualitätsverbesserung, der nun zügig umgesetzt werden kann", zeigte sich die FDP-Politikerin zuversichtlich angesichts der Unterstützung von CDU und Grünen in diesem Punkt.
Auch dass Bewegung in die Rücknahme der bürokratischen Konzeption der Unterrichtsgarantie Plus komme, sei aus Sicht Henzlers überfällig. "Dennoch fehlen der FDP die Signale der anderen Fraktionen für mehr Eigenverantwortung der Schulen. Die Rücknahme der Unterrichtsgarantie Plus und der Einstieg in eine verlässliche Schule nach den Vorstellungen der FDP ist ein wichtiger Schritt in Richtung Eigenverantwortung. Für uns Liberale bleibt es das Ziel, den Schulen das Geld zu geben und sie selbst wählen zu lassen, ob sie es für Personal oder Sachmittel verwenden. Die Schulen sollen selbst entscheiden, wie sie eine verlässliche Schulzeit organisieren", forderte Henzler.
Für die FDP bleibe die eigenverantwortliche Schule das langfristige Ziel und eine unumgängliche Maßnahme für mehr Qualität des hessischen Schulsystems. "Unverzichtbar für das eigenverantwortliche Arbeiten der Schulen ist, dass sie rechtsfähige Anstalten werden. Hier sind wir Liberale eindeutig die Vordenker", zeigte sich Henzler überzeugt.
Schulen eigenverantwortlicher arbeiten zu lassen bedeute auch, dass es dringend einer Änderung der Einstellung des Kultusministeriums und der nachgeordneten Kultusverwaltung bedürfe. "Die Kultusverwaltung muss sich zukünftig stärker als Dienstleister anstatt als Oberaufsicht verstehen und die Schulen auf dem Weg in die Eigenverantwortung unterstützen", so Henzler abschließend.