Um der großen Unkenntnis und Unwissenheit über die Möglichkeit dieses bürgernahen Instruments zu begegnen, werde der Petitionsausschuss künftig Bürgersprechstunden in Regionen in Hessen abhalten. „In diesen Bürgersprechstunden werde es also nicht darum gehen, über Land zu ziehen und Petitionen zu sammeln, quasi als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Petitionsausschusses. Vielmehr wird es darum gehen, der allgemeinen Politikverdrossenheit der Bevölkerung entgegenzuwirken und den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, dass sie nicht nur das Recht haben, alle fünf Jahre ihre Stimme abzugeben, sondern auch während dieser fünf Jahre eine Stimme haben, die gehört wird.“
Dies sei ein Weg, den Stellenwert des Petitionsausschusses zu erhöhen, damit er nicht länger als „Stiefkind aller Ausschüsse“ behandelt wird.
Als „bedauerlich“ bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses, René Rock, die von einigen Ministerien nur zögerlich erfolgte Zuarbeit zum Petitionsausschuss. „Ich möchte an dieser Stelle eindringlich darum bitten – und ich denke, ich spreche hier im Sinne des gesamten Petitionsausschusses – uns die notwendigen Informationen zeitnah zukommen zu lassen und damit dem Petitionsausschuss auch den Stellenwert einzuräumen, der ihm zukommt. Nur so haben wir die Möglichkeit, die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch zeitnah und gründlich zu prüfen. Alles andere würde nur der allgemeinen Politikverdrossenheit Nachschub verleihen.“
