FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Heinrich Heidel: „Die Dokumentationspflicht in der Fleischproduktion darf nach dem landwirtschaftlichen Betrieb nicht abreißen“

Fleischskandal in Hessen

Wiesbaden – „Der erneute Fleischskandal macht deutlich, dass die Rückverfolgbarkeit der Waren im Fleischhandel nicht gewährleistet ist. Dies muss durch eine schärfere Dokumentationspflicht für die Betriebe dringend verbessert werden“, forderte der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Heinrich Heidel, angesichts des heutigen Sachstandsberichts von Landwirtschaftsminister Dietzel im Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Dem Bericht zufolge könne die Herkunft der mangelhaften Fleischware nicht eindeutig festgestellt werden. „Dies ist skandalös und ruiniert das Vertrauen der Verbraucher in die Lebensmittelproduktion“, ärgerte sich Heidel.     

Während Landwirte die Tieraufzucht nach höchsten Qualitätsstandards betrieben und in Einzelschritten lückenlos die Aufzucht dokumentieren müssten, werde das Vertrauen in das hochwertige Lebensmittel Fleisch durch die Schlampereien im verarbeitenden Bereich zerstört, kritisierte der liberale Landwirtschaftspolitiker und forderte Verbesserungen bei der Dokumentationspflicht des Fleischhandels.     

Vertrauen der Verbraucher in die Lebensmittel könne nur durch eine lückenlose Dokumentationspflicht im nachgelagerten Bereich der Fleischproduktion wieder hergestellt werden. Heidel forderte deswegen den Hessischen Minister für Landwirtschaft und Verbrauchschutz auf, sich bei der anstehenden Sondersitzung auf Bundesebene bei seinen Länderkollegen mit Nachdruck für eine Verbesserung der Dokumentationspflicht bei der Fleischlagerung einzusetzen.