Von Hunnius kritisierte, dass Finanzminister Weimar aus durchsichtigen Gründen die Verschuldungsgrenze neu definiere. „Entgegen der fast 60 Jahre geltenden Praxis werden Investitionen im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs fiktiv für Investitionen des Landeshaushalts und zur Rechtfertigung der Verschuldung herangezogen.“ Darüber hinaus sei bedauerlich, dass der Wille zu strukturellen Einsparungen vollkommen abhanden gekommen sei: „Hätte die CDU-Landesregierung wenigstens die Ausgaben auf dem Stand von 2005 gehalten, gäbe es im nächsten Jahr einen ausgeglichenen Haushalt, das zeigt die Auswertung der vom Finanzminister verteilten Unterlagen“, so von Hunnius.
Die „Jubelmeldungen“ des Finanzministers sieht von Hunnius mit Sorge. Der Realitätssinn verlasse die Landesregierung immer mehr, dabei sei doch zu den vorgelegten Zahlen nur eines festzustellen: „Das ist billiger Lack auf einer bröckelnden Fassade.“
