FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Heinrich Heidel: „Anhörung bestätigt ausbaufähiges Potential der Erneuerbaren Energien in Hessen – Energie-Mix weiter notwendig.“

Fazit aus der Anhörung zur Energiepolitik


Heinrich Heidel
„Die Potentiale und die Sympathie für die Erneuerbaren Energien zwischen dem ökologisch Sinnvollen und dem ökonomisch Machbaren wurden in der dreitägigen Anhörung eindrucksvoll dargestellt“, resümierte der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und Vorsitzende des Umweltausschusses, Heinrich Heidel. Klar sei außerdem geworden, dass das Verhältnis Subvention und Nutzen im Blickfeld bleiben muss.

Hessen sei aufgrund seiner geographischen Lage und seiner Struktur anders zu beurteilen als beispielsweise Schleswig-Holstein oder Niedersachsen. Dass Hessen auf gutem energiepolitischem Weg ist, um das Ziel zu erreichen, den Anteil Erneuerbarer Energien zu steigern, wurde nachdrücklich bestätigt.

Als klar und eindeutig bezeichnete Heidel die Aussage, dass erstens eine Vollversorgung Hessens mit Erneuerbaren Energien unbezahlbar sei, dass zweitens die Biomasse eine der wichtigsten Energieformen für Hessen darstelle und dass drittens die größten CO² Minderungspotentiale und Energieeinsparpotentiale am schnellsten mit der Energieeinsparung an Gebäuden zu erreichen seien und dass viertens ein hessischer Energie-Mix ohne Alternative sei.

„Als ein weiteres wichtiges Ergebnis der Anhörung müssen die Aussagen zur Forschungsförderung gewertet werden. Der hohe Nachholbedarf in Sachen Forschung, der von allen Experten reklamiert wird, muss zu entsprechenden politischen Diskussionen führen. Die FDP wird auf jeden Fall die Forderung nach Ausbau der Wasserstoffforschung und Batterieforschung, aber auch der Solarthermie- und Solarthermochemieforschung sowie der Geothermieforschung aufgreifen und in geeigneter Weise in der politischen Diskussion vorantreiben. Auch die Frage der Speicherkapazitäten gerade für stationäre Einrichtungen erfordert verstärkt die künftige Aufmerksamkeit.“

Im Fazit gelte es festzuhalten, dass die Entscheidung der FDP, sich intensiv mit den Biomassepotentialen zu beschäftigen und diese entsprechend zu fördern, goldrichtig gewesen war, stelle sich schließlich die zweitwichtigste Energieform in Hessen dar. „Gleichzeitig gilt für die Liberalen, dass der Windenergie dann eine Chance einzuräumen ist, wenn die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger dies auch zu 100 Prozent wollen. Alle anderen Aussagen zu den verschiedenen Energieformen zeigen eindeutig, dass auch Hessen künftig und in absehbarer Zeit an einem vernünftigen Energie-Mix nicht vorbeikommt. Energie soll schließlich kein Luxusgut werden, sondern sicher, sauber und bezahlbar bleiben“, so Heidel abschließend.