Die von den Grünen mit dem Gesetzentwurf beabsichtigte Wiedereinführung des Begriffes 'Durchlässigkeit' dürfe keine zusätzliche Reglementierung für die einzelne Schule nach sich ziehen, mahnte Henzler. "Die FDP ist gegen jede schulgesetzliche Reglementierung, die den Spielraum der Schulen weiter einschränkt. Wenn die von den Grünen beabsichtigte Durchlässigkeit zur Folge hat, dass die zweite Fremdsprache im verkürzten gymnasialen Bildungsgang zukünftig verpflichtend erst wieder ab Klasse 7 beginnen soll, ist dies eine Einschränkung der Schulen in ihrer Freiheit und ihrer Eigenverantwortung, die die FDP nicht mitträgt", so Henzler, da es in Hessen Schulen gäbe, die sehr erfolgreich bereits in Klasse 5 mit der zweiten Fremdsprache beginnen würden. Die eigenverantwortliche Schule bleibe das Ziel der FDP, darauf würden die Liberalen alle ihre Initiativen ausrichten.
Die im Grünen-Gesetzentwurf enthaltene Änderung zur Freistellung der Kooperativen Gesamtschulen von der verpflichtenden Schulzeitverkürzung trage die FDP mit. "Wir werden den Gesetzentwurf der Grünen im Hinblick auf seine Auswirkungen sehr genau überprüfen. Dafür wollen wir die bereits beschlossene Anhörung zügig durchführen", so Henzler abschließend.