Hahn erinnerte an die zentralen Punkte des Konzeptes: „Unsere Integrationspolitik soll sich auf einem Migrationsbericht gründen, der wesentlich schneller zu erstellen ist als in zwei Jahren. Sodann fordern wir vor allen Dingen die Verbesserung des Erwerbs der deutschen Sprache. Der Spracherwerb von Kindern mit Zuwanderungshintergrund ist daher unter Beteiligung der Eltern oder anderer Familienangehöriger frühzeitig zu fördern. Der Spracherwerb ist auch unabdingbar, um im Sinne einer Chancengleichheit gute Bildungschancen für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zu garantieren. Notwendig ist hier eine bessere gezielte individuelle Förderung in der Schule; aber auch der frühkindlichen Bildung im Kindergarten kommt ein hoher Stellenwert zu.“
Zu den weiteren Schwerpunkten zählte Hahn die Bildungs- und Ausbildungssituation für Migrantinnen und Migranten. „Die FDP setzt sich ausdrücklich für den zügigen Ausbau von Ganztagsschulen ein, um gezielt individuell auch leistungsschwächere Schüler fördern zu können. Die Schule ist daher unter den Aspekten der Integration nicht nur als Bildungsort, sondern auch als Erziehungs- und Sozialisierungsort zu verstehen. Wichtig sind auch die Erweiterung der sportlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten an den Schulen.“
Als letzten Schwerpunkt nannte der Landes- und Fraktionsvorsitzende die verstärkten Anstrengungen einer Integrationspolitik auf dem Arbeitsmarkt. „Die Integration der Zuwanderer in den Arbeitsmarkt muss ein zentrales Ziel jeglicher Integrationspolitik sein. Die jugendlichen Zuwanderer sind aufgefordert, sich in das Berufsbildungssystem nach den Möglichkeiten des ‚Forderns und Förderns’ einzugliedern. Ausländische Unternehmen sollten erfolgreiche Künstler, Sportler und Wissenschaftler mit Migrationshintergrund für ihre Leistungen öffentliche Anerkennung zollen und bewusst in ihrer Vorbildfunktion herausstellen. Das kann die persönliche Zugehörigkeit und Identifizierung der Zuwanderer fördern“, so Hahn abschließend.
