Hahn schloss daraus eine Abhängigkeit von SPD und Grünen von der Linkspartei. „Der Begriff ‚Minderheitsregierung’ ist eine sprachliche Verniedlichung, faktisch handelt es sich um ein von der Bundesspitze der Postkommunisten abhängiges betreutes Regieren. Konkret heißt das, dass die SPD für jedes ihrer Vorhaben auf die Stimmen der Linken angewiesen sein wird.“
In diesem „heißen hessischen Herbst“ werden die Sozialdemokraten erleben, wie letztendlich Lafontaine die SPD regieren werde, so Hahn weiter. „Die Realität der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen wird so aussehen: Jedes Ergebnis, das zwischen Rot und Grün in den Verhandlungen erzielt worden ist, wird zunächst nach Berlin zu Oskar Lafontaine gefaxt. Dieser wird dann Hopp oder Topp sagen. So macht sich Andrea Ypsilanti zur Marionette der Links-Partei.“
Hahn fühlte sich durch SPD-Stimmen, wie die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), bestätigt. „Es ist schon bezeichnend, dass führende SPD-Vertreter die hessische SPD warnen.“
Gabriel hatte in der Stuttgarter Zeitung vom 13. August 2008 erklärt: ‚Ich rate dringend davor ab, sich in die Hände von Lafontaine zu begeben.’ Die gestrige Erklärung der SPD-Führung in Berlin spricht sogar von „erheblichen Risiken“.
Ypsilanti begeht „Doppel-Wortbruch“
Mit ihrem zweiten Anlauf begeht Andrea Ypsilanti „Doppel-Wortbruch“, kritisierte Hahn das unheilvolle Projekt. „Andrea Ypsilanti weiß genau, dass sie für ihre Politik derzeit in Hessen keine Mehrheit hat. Sie betreibt ein Projekt, das gegen die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gerichtet ist. Getrieben aber von ihrem Machtwillen, Ministerpräsidentin des Landes Hessen zu werden, ignoriert sie die öffentliche Meinung und setzt alles auf eine Karte. Wenn sie wirklich ihre Inhalte umsetzen will, muss sie sich nun einer Neuwahl stellen, denn jetzt hat sie keine Mehrheit mehr.“
Grüne müssen Verantwortung übernehmen
An die Adresse des Grünen-Vorsitzenden Tarek Al-Wazir richtete Hahn die Warnung; „Die Brücke zu Jamaika erfährt mit jedem Tag, den die Grünen dem skandalösen Projekt Rot-Rot-Grün näher kommen, weitere Risse. Dennoch wird die hessische FDP weiterhin als Brückenbauer zwischen CDU und Grünen fungieren. Jamaika bleibt die unwahrscheinlichste Variante, aber sie bleibt offen“, betonte Hahn.
Einladung nach dem Scheitern steht
„Am Abend des Scheiterns von Andrea Ypsilanti werde ich ein Sechs-Augen-Gespräch zwischen CDU und Grünen anbieten. Sollten die Grünen jedoch nicht in ein solches Bündnis springen, so werden wir ‚ratz-fatz’ Neuwahlen fordern“, so Hahn abschließend.
