„Neuwahlen stehen derzeit nicht zur Diskussion. Alle Parteien im Hessischen Landtag sind aufgerufen sich der schwierigen Verantwortung des Wählerauftrages zu stellen und nach einer stabilen Regierungsmehrheit zu suchen. Dies kann nur über Inhalte und Sachfragen geschehen. Erst wenn alle Möglichkeiten ausgetestet worden sind und sich kein anderer Ausweg mehr bietet sind Neuwahlen eine Alternative. Dieser Punkt ist noch lange nicht erreicht“, fasst Blum zusammen. Die FDP strebe nach wie vor ein Jamaika-Bündnis mit CDU und Grünen an. Er halte dies für keineswegs ausgeschlossen, so Blum, der auf eine Einigung im Rahmen der Beratungen zum Haushaltsentwurf 2009 setzt. Bereits in den vergangenen Monaten hätten sich viele inhaltliche Schnittmengen zwischen den drei Parteien gezeigt, so etwa in der Schulpolitik, der Umwelt- und Energiepolitik aber auch in wirtschaftspolitischen Fragen wie etwa der Bahnprivatisierung. Diese Gemeinsamkeiten gelte es nun in einem Haushalt zu verfestigen. „Die Grünen stehen uns in finanz- und haushaltspolitischen Fragen näher als der SPD oder gar der Linkspartei und haben längst erkannt, dass eine ‚Wünsch Dir Was-Politik’ zu Lasten der kommenden Generationen nicht der richtige Weg ist“, so Blum weiter.
Verärgert zeigte sich Blum darüber, dass zu einem Zeitpunkt, in dem führende Landes- und Kommunalpolitiker der Grünen sich offen für eine Jamaika-Lösung zeigten, nun ausgerechnet seine Darmstädter Koalitionspartner sich hierfür versperrten. „Es gibt mir schon zu denken, dass sich die Grünen in Darmstadt lieber im linken Lager verhaftet sehen wollen, als gemeinsam mit CDU und FDP politische Verantwortung für Hessen zu übernehmen.“