Weder sei es angemessen, wie die Sozialdemokraten aus der Rede eine Argumentation für die Einheitsschule abzuleiten, noch sei es redlich, die Kritikpunkte des Bundespräsidenten komplett außer Acht zu lassen und sich in Selbstbeweihräucherung zu ergehen, wie es die CDU mache. „Angesichts der unzähligen Baustellen in der hessischen Schulpolitik sollte die CDU-Mehrheit nicht überheblich auf eine zweifelhafte Erfolgsbilanz verweisen, sondern ihr schulpolitisches Handeln kritisch überdenken. Ein gewisses Maß an Selbstkritik hat noch niemandem geschadet“, sagte Henzler.
Die FDP fordere zu einem sachlichen, ideologiefreien bildungspolitischen Diskurs anlässlich der Köhler-Rede auf. Zentrale Aussage der Rede sei für die Liberalen der Satz „Gute Bildung stellt den ganzen Menschen in den Mittelpunkt“. Diesem Leitbild folgend würden sich die Liberalen für eine „Bildung für alle“ von Anfang an einsetzen. Dazu zählten vor allem die Einführung einer verpflichtenden Kinderschule für alle Fünfjährigen, um gleiche Startchancen für alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu gewährleisten, eine veränderte Hauptschulpädagogik und die Einstellung von Schulassistenten um eine individuelle Förderung zu ermöglichen, so Henzler abschließend.
