Erstens werde deutlich, dass die Schulzeitverkürzung an Gymnasien nicht ausreichend durchdacht und vorbereitet sei, wenn auch nach Einführung von G 8 immer noch an der Organisation dieses Bildungsgangs gebastelt werde, kritisierte die liberale Schulpolitikerin die Vorgabe, dass die Bereitstellung der Mittel insbesondere für die Mittagsverpflegung der G 8-Schulen verwendet werden solle.
Zweitens bedeute die Vorgabe der Landesregierung, dass die Gelder ausschließlich für die G 8-Schulen verwendet werden sollen, eine massive Benachteiligung der Haupt-, Real- und Gesamtschulen. „Gerade die Entwicklung an den Hauptschulen in den letzten Jahren hat gezeigt, dass dieser Bildungsgang dringend flächendeckend zur gebundenen Ganztagsschule ausgebaut werden muss, um den Schülerinnen und Schülern eine intensive und individuelle, alltagsorientierte und berufsvorbereitende Bildung zu ermöglich. Der Schulvormittag reicht dafür nicht aus“, so Henzler.
Drittens würden die Landkreise und Kommunen von der Landesregierung wieder einmal an den „goldenen Zügel“ genommen, indem man ihnen Mittel zuweise und gleichzeitig vorschreibe, für welche schulbauliche Maßnahmen diese Mittel eingesetzt werden müssten. „Dies hat weder etwas mit kommunaler Selbstverwaltung noch etwas mit selbstständiger Schule zu tun. Die Schulträger wissen sicherlich selbst am besten, welche Schulen zu Ganztagsschulen ausgebaut werden sollten, für die Schüler eine bestmögliche Förderung und Betreuung zu ermöglichen“, so die FDP-Politikerin. Vor diesem Hintergrund sollte die Landesregierung ihre starre Fixierung auf Gymnasien beim Einsatz von Ganztagsschulmitteln aus Bund und Land dringend überdenken, so Henzler abschließend.
