„Wir Liberale sind überrascht, dass ganz offensichtlich die CDU in Hessen es nicht lassen kann, Universitäten und Fachhochschulen Einschränkungen vorsetzen zu wollen. Wer wirklich eine selbstständige und eigenverantwortliche Hochschule möchte, der darf weder Studiengebühren per Gesetz erzwingen, noch den Studiengebühren, wie Ministerpräsident Roland Koch am gestrigen Tage, eine Absage zu erteilen. Beer wies darauf hin, dass die generelle Absage an Studiengebühren ein schwerer Schlag gegen eine ordentliche Finanzierung von Wissenschaft und Forschung in Hessen sei. Auch sei es schlicht ungerecht, wenn zum Beispiel Frisör- und Metzgermeister ihre Ausbildung selbst zahlen müssen und zusätzlich auch noch mit ihren Steuerngeldern zu 100 Prozent die Ausbildung von Rechtsanwälten und Ärzten finanzieren. Deshalb, so die FDP-Hochschulsprecherin abschließend, habe die hessische FDP mit Freude zur Kenntnis genommen, dass sich die CDU mit ihrer Bad Wildunger Erklärung im Februar klar hinter das liberale Studiengebührenmodell für eigenverantwortliche hessische Hochschulen ausgesprochen habe.
FDP ist über totalen Schwenk von Koch überrascht
Nicola Beer „Für die FDP bedeutet Freiheit der hessischen Hochschulen, dass diese künftig selbst entscheiden dürfen, ob, in welcher Höhe und für welchen Studiengang sie Studiengebühren einführen wollen oder nicht. Offensichtlich verfällt die hessische CDU aus ihrer bisherigen Haltung, den hessischen Hochschulen Studiengebühren aufzuzwingen, nunmehr in genau das Gegenteil“, stellte die stellvertretende Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Nicola Beer, fest.