Der Zusammenhang zwischen Bildungs- und Berufserfolg und sozialer Herkunft, den auch diese Studie wieder bestätige, sei für die hessischen Liberalen nicht hinnehmbar. „Um diesen Zusammenhang aufzubrechen, müssen gezielte Maßnahmen in Angriff genommen werden. Wir unterstützen die Forderungen von Herrn Prof. Fend, der eine gezielte Frühförderung und Unterstützung, etwa durch Ganztagsschulen, für mehr Chancengerechtigkeit in der schulischen Bildung anführt“, so Henzler.
Eine gezielte individuelle Förderung bereits im Vorschulbereich durch ein verpflichtendes Vorschuljahr für alle 5jährigen und durch mehr Personal an den Schulen, was durch eine 105 %ige Lehrerversorgung erreicht werden solle, sowie ein nach oben offenes Bildungssystem durch eine garantierte Anschlussfähigkeit in den nächst höheren Bildungsgang seien unabdingbare Maßnahmen, erklärte Henzler.
Abschließend erinnerte die Bildungspolitikerin daran, dass in der letzten sozialliberalen Koalition von 1978 bis 1982 es auf Veranlassung der damaligen schulpolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Ruth Wagner, eine Vergleichsstudie von Gymnasien in Wetzlar mit Gesamtschulen im Lahn-Dill-Kreis erfolgt sei. Schon damals habe Prof. Fend festgestellt, dass die Förderung des einzelnen Kindes wichtiger sei als die Schulform.