FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Dorothea Henzler: „Gezielte individuelle Förderung anstatt überholte Schulformdebatte für mehr Bildungserfolg aller Schülerinnen und Schüler.“

FDP fühlt sich durch Ergebnisse der Bildungsstudie des Erziehungswissenschaftlers Helmut Fend bestätigt


Dorothea Henzler
Für die FDP liefere die aktuelle Bildungsstudie des Erziehungswissenschaftlers Prof. Helmut Fend eine wichtige Erkenntnis, nämlich, dass eine weitere Diskussion über die richtige Schulform nichts bringe für eine Verbesserung der Förderung der hessischen Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. „Die Untersuchungsergebnisse von Herrn Prof. Fend bestätigen uns Liberale darin, dass endlich Schluss sein muss mit der leidigen Schulformdebatte. CDU und SPD müssen sich dieser Erkenntnis endlich öffnen. Die FDP wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass eine bestmögliche Förderung aller Schülerinnen und Schüler nicht von der Schulform, sondern von anderen Faktoren, wie der Ausgestaltung des Unterrichtes, einer guten individuellen Förderung und Anschlussmöglichkeiten in weiterführende Bildungswege bedarf“, kommentierte die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dorothea Henzler.

Der Zusammenhang zwischen Bildungs- und Berufserfolg und sozialer Herkunft, den auch diese Studie wieder bestätige, sei für die hessischen Liberalen nicht hinnehmbar. „Um diesen Zusammenhang aufzubrechen, müssen gezielte Maßnahmen in Angriff genommen werden. Wir unterstützen die Forderungen von Herrn Prof. Fend, der eine gezielte Frühförderung und Unterstützung, etwa durch Ganztagsschulen, für mehr Chancengerechtigkeit in der schulischen Bildung anführt“, so Henzler.

Eine gezielte individuelle Förderung bereits im Vorschulbereich durch ein verpflichtendes Vorschuljahr für alle 5jährigen und durch mehr Personal an den Schulen, was durch eine 105 %ige Lehrerversorgung erreicht werden solle, sowie ein nach oben offenes Bildungssystem durch eine garantierte Anschlussfähigkeit in den nächst höheren Bildungsgang seien unabdingbare Maßnahmen, erklärte Henzler.

Abschließend erinnerte die Bildungspolitikerin daran, dass in der letzten sozialliberalen Koalition von 1978 bis 1982 es auf Veranlassung der damaligen schulpolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Ruth Wagner, eine Vergleichsstudie von Gymnasien in Wetzlar mit Gesamtschulen im Lahn-Dill-Kreis erfolgt sei. Schon damals habe Prof. Fend festgestellt, dass die Förderung des einzelnen Kindes wichtiger sei als die Schulform.