Insbesondere seien die beiden FDP-Politiker gespannt, wie die Landesregierung künftig mit den Gruppengrößen in Kindertageseinrichtungen umginge. „Die Verordnung über die Mindestvoraussetzungen in Tageseinrichtungen für Kinder läuft Ende dieses Jahres aus. Eine starre Fortschreibung dieser Verordnung halten wir für nicht so günstig, denn dann werden die Gruppengrößen in den Kindertageseinrichtungen weiterhin unflexibel auf bis zu 25 Kinder pro Gruppe festgelegt. Besser wäre eine Orientierung der Personalzuweisung für die Einrichtung an der Kinderzahl pro Einrichtung, so wie wir es mit unserer 105-prozentigen Lehrerzuweisung für die Schulen vorsehen“, erklärte Rentsch.
Mit ihrem Berichtsantrag wollten die Liberalen in einen Diskussionsprozess mit der Landesregierung über notwendige Maßnahmen zur Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans eintreten. „Als ganz wichtig für das Gelingen der vorschulischen Förderung gemäß des Bildungs- und Erziehungsplans halten wir gemeinsame Fortbildungen von Erzieherinnen und Grundschullehrkräften. Dafür bedarf ausreichender gemeinsamer Fortbildungsangebote“, zeigte sich Henzler überzeugt.
Auch müsse vermehrt für Bildung zuständiges Personal in die Kindertageseinrichtungen. „Hier fordern wir eine Öffnung der Vorschuleinrichtungen für Grundschullehrkräfte“, so Henzler.
Damit all diese Maßnahmen zur erfolgreichen Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans im Vorschulbereich greifen könnten, forderten Rentsch und Henzler eine Verlagerung der Zuständigkeit für Kindertageseinrichtungen in das Kultusministerium. „Kindertagesstätten dienen zukünftig nicht nur der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern sind Bildungseinrichtungen und gehören in das Kultusministerium. Damit werden Synergieeffekte, vor allem beim Personaleinsatz geschaffen“, so die FDP-Politiker abschließend.