„Viele Schulen realisieren jetzt bei den Planungen für das neue Schuljahr, dass einerseits die Vorgriffstunde entfällt und dass andererseits die geleisteten Vorgriffstunden zurückerstattet werden müssen. Diese doppelte Belastung muss durch die Bereitstellung zusätzlicher Lehrerstellen aufgefangen werden. Hier erwarten wir einen aussagekräftigen Zuweisungserlass, in dem diese Stunden gesondert und im Detail dargestellt werden“, forderte Henzler.
Damit es zum neuen Schuljahr bei der Lehrerzuweisung nicht zu einem Chaos komme, müsse die Landesregierung frühzeitig und unverzüglich handeln, die Situation an den Schulen abfragen und den Lehrerzuweisungserlass entsprechend mit ausreichend Stellen ausstatten. „Es ist fraglich, ob die für die Rückgabe der Vorgriffstunde im Kultushaushalt eingestellten 1.380 Stellen ausreichen werden, denn diese basieren nur auf einer vorläufigen Schätzung und nicht auf genauen Daten“, gab Henzler zu bedenken.
Schließlich gäbe es für die Lehrkräfte eine Wahlmöglichkeit bei der Rückgabe der Vorgriffstunde. Sie könnten zwischen einer Auszahlung und einem sukzessiven Freizeitausgleich wählen. Für welche Variante sich die einzelnen Lehrkräfte entscheiden würden, sei zum Zeitpunkt der Haushaltsaufstellung noch nicht bekannt gewesen, erläuterte die FDP-Politikerin.