FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Dorothea Henzler: „Die deutsche Sprache ist unabdingbare Voraussetzung für schulischen Erfolg und die Integration von Migranten.“

FDP erteilt Entsendung türkischer Lehrkräfte nach Deutschland eine klare Absage


Dorothea Henzler
Die Forderung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan nach Gründung von türkischen Schulen in Deutschland und der Entsendung von türkischen Lehrkräften kritisierte die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dorothea Henzler, als falsches Signal für eine erfolgreiche Integration. „Wenn türkische Kinder und Jugendliche eine Chance auf einen guten Schulabschluss und ein erfolgreiches Leben in Deutschland haben sollen, ist dafür deutschsprachiger Schulunterricht eine unabdingbare Voraussetzung. Muttersprachlicher Unterricht ist Aufgabe der Familie,  der Kulturvereine und  des Herkunftslandes,  somit  also eine Privatangelegenheit. Er kann nicht Aufgabe des staatlichen Schulsystems in Deutschland sein“, bekräftigte die FDP-Politikerin die Position der Liberalen.

Ganz bewusst hätten die Liberalen 1999 die Herausnahme des muttersprachlichen Unterrichtes für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aus dem staatlichen Schulunterricht unterstützt.

Die erfolgreichen schulischen Maßnahmen  zur Förderung der deutschen Sprache machten sich stattdessen positiv bei den Leistungen der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund bemerkbar. Henzler verwies auf eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung, der zu Folge die Schulabbrecherquote unter Migranten in Hessen am geringsten sei. „Das Beherrschen der deutschen Sprache und ihre Verwendung im öffentlichen Leben hat nichts mit Assimilation von Migrantinnen und Migranten zu tun, vielmehr ist die deutsche Sprache der Schlüssel zur Integration“, zeigte sich Henzler überzeugt.

Der Gründung von türkischen Schulen in Deutschland könne die FDP nur unter der Voraussetzung zustimmen, dass diese Schulen als Privatschulen gegründet würden und ihre Genehmigung somit entsprechend den strengen Voraussetzungen der staatlichen Schulaufsicht und ihrer Kontrolle, wie alle anderen Privatschulen auch, unterlägen. „Gegen türkische Privatschulen, die bilingualen Unterricht betreiben und  dabei  die deutsche Sprache in ausreichendem Maß vermitteln, ist nichts einzuwenden. Das Ziel jeder staatlichen Schule in Hessen jedoch muss die erfolgreiche Vermittlung der deutschen Sprache sein“, so Henzler abschließend.