Zu den Vorstellungen der CDU bemerkte Henzler: „Selbstlob ist nicht angebracht, auch eine reine Erhöhung der Lehrerstellen geht an den Bedürfnissen der Schulen vorbei. Diese benötigen eine flexible Personalversorgung für mehr individuelle Förderung. Eine 105 prozentige Lehrerzuweisung mit der Möglichkeit, auch andere Kräfte einzustellen, hilft den Schulen hingegen, flexibel auf den Förderbedarf der Schüler zu reagieren“, so Henzler. Der Ablehnung eines verpflichtenden Vorschuljahres durch die CDU hielt sie entgegen: „Nur ein verpflichtendes Vorschuljahr ermöglicht, dass alle Kinder besser auf die Schule vorbereitet werden und damit Chancengleichheit an Schulbeginn herrscht. Vor allem den Kindern mit Migrationshintergrund, die nach Ansicht der CDU maßgeblich zum schlechten Abschneiden der IGLU-Studie beigetragen haben, wird durch dieses verpflichtende Vorschuljahr ein besserer Schulstart und damit insgesamt die Basis für eine erfolgreiche Schullaufbahn gegeben“, so Henzler.
Die Vorstellungen der SPD zu einer flexiblen Oberstufe, die die Jugendlichen bis hin zu vier Jahren durchlaufen können sollten, kritisierte Henzler als „verpacktes Sitzen bleiben“. „Für kleine Oberstufen ist es absolut unmöglich, ein solches flexibles Durchlaufen der Oberstufe zu organisieren. Selbst große Oberstufen mit entsprechend großen Kursangeboten dürften damit Schwierigkeiten haben. Es ist zu befürchten, dass die SPD damit anstrebt, dass wieder mehr Fächer abgewählt werden können und somit ein ‚Abitur light’ in Hessen entsteht“, kritisierte Henzler. Den Schulen drohe außerdem wieder ein Reformchaos.
Nur mit der FDP gebe es Ruhe und Verlässlichkeit für eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung des Unterrichts, betonte Henzler abschließend.
