In einem gemeinsamen Entschließungsantrag der Fraktionen der FDP und der CDU wird die Landesregierung unterstützt, alle Anstrengungen zu unternehmen, die Verkehrsverbindungen in Nah- und Fernverkehr im jetzigen Umfang aufrechtzuerhalten. Die seit Januar 1999 investierten rund 840 Millionen Euro allein für bessere Mobilitätsangebote stärkten die Region in besonderem Maße, betonte Posch.
Ferner sei von besonderer Bedeutung festzustellen, dass von der Aufstockung des Landesstraßenbauprogramms auf 100 Millionen Euro vor allem Nordhessen profitiere. Weiterhin wurde in Nordhessen seit 1999 die wirtschaftsnahe Infrastruktur von Gewerbegebieten mit über 100 Millionen Euro gefördert.
Für die Region Nordhessen wichtige Infrastrukturmaßnahmen sollten zügig umgesetzt werden. Dazu gehöre der Ausbau der Bundesfernstraßen mit A 44 und A 49. Mit dem Entschließungsantrag soll der Landtag auch die Forderung an die Landesregierung unterstützen, den Bau leistungsfähiger Bundesfernstraßen wie der A 44 und der A 49 weiter voranzutreiben. Auch die Bundesstraße Fulda-Meiningen (B 87 n) gehöre als Grundlage zur Erschließung Nord- und Osthessens zu weiteren wichtigen Projekten.
Der Flughafen Kassel-Calden stelle eine hervorragende Ergänzung der zwischenzeitlich entstandenen Logistikgesetze in Nordhessen, insbesondere im Raum Hersfeld-Kirchheim dar. Diesen Branchenschwerpunkt gelte es auch zukünftig auszubauen. Nordhessen liege hinsichtlich der Wachstumsraten mit 19,8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt und das Wachstum übertreffe das der Nachbarländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Als stabilisierend erweise sich die industriell geprägte Wirtschaftsstruktur.
Der Liberale betonte aber auch die positive Entwicklung im Hochschulbereich in Nordhessen: „Noch nie hat es eine so gute Zusammenarbeit zwischen der Kasseler Universität und der Wirtschaft gegeben. Aus einer Lehrerbildungsanstalt ist eine Hochschule geworden, die sich auch neben ihrer Aufgabe als Forschungsinstitution als Partner, als Ideengeber für die mittelständische Wirtschaft erweist. Hier wird aus der Universität heraus Technologietransfer organisiert. Eine Universität, bei der insbesondere der Präsident immer wieder darauf hinweist, dass Nordhessen ein Industriestandort ist.“
Und schließlich gebe es im Bereich Tourismus, Kultur und Wellness erstrebenswerte Ziele – die auch im Antrag der Grünen genannt seien, betonte Posch. „Hier wird in der Region Hervorragendes geleistet und zwar in Zusammenarbeit mit der Hessischen Landesregierung. Die Museumslandschaft Kassel ist dabei nur als ein Beispiel zu nennen. Das Gleiche gilt für die Unterstützung des Theaters und die documenta.“
Allerdings betonte Posch, dass Tourismus, Kultur und Wellness nur eine wirtschaftlich relevante Größe sein können, wenn diese Region im wahrsten Sinne des Wortes „erschlossen“ sei.
Als letzten bedeutenden Punkt nannte Posch die Ausweitung der „Datenautobahn“. „Die Landesregierung hat bisher in einer ‚Road Show’ durch Hessen über die Möglichkeit zur DSL-Nutzung informiert. Hier kann die Landesregierung Hilfestellung geben, es kommt aber insbesondere darauf an, dass die regionale Wirtschaft gemeinsam mit den kommunal Verantwortlichen hier initiativ wird. Hier gilt es, die bestehenden Fördermittel besser und zielgerichteter einzusetzen.“