Daraus folge, so Greilich weiter, dass Schülern die politischen Systeme Diktatur und Demokratie über die Änderung der aktuellen Lehrpläne näher gebracht werden müssten. Die DDR stehe für Unrecht, Unfreiheit, ausgefeilte Bespitzelung und direkte wie subtile Verfolgung.
Greilich zeigte sich überzeugt, dass dies am besten durch unmittelbare Erfahrung mit ehemaligen DDR-Dissidenten und –Flüchtlingen zu vermitteln ist. „Wir wollen, dass Schulklassen bei Berlinfahrten aktiv mit der ehemaligen DDR konfrontiert werden, indem sie Orte der SED-Diktatur besuchen – also zum Beispiel das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen oder die Stasi-Zentrale in der Berliner Normannenstraße oder die Mauergedenkstätte Bernauer Straße.“
Die FDP fordere in einem gemeinsamen Antrag mit der CDU die Landesregierung daher auf, die Lehrpläne hinsichtlich der jüngeren deutschen Geschichte zu überprüfen und im Zuge der aktuellen Lehrplanänderungen den Lernstoff entsprechend zu überarbeiten. „An die Lehrer appelliere ich eindringlich, dass sie einwirken sollen auf Kollegen, die in der alten 68er Tradition auf dem ‚linken Auge’ blind sind und den Eindruck vermitteln, deutsche Geschichte habe 1945 ihr Ende gefunden. Für ein demokratisches Bewusstsein unserer Kinder brauchen wir die Auseinandersetzung mit der ganzen Wahrheit und keine selektive Wissensvermittlung“, erklärte Greilich abschließend.
