Die FDP begrüße, dass der geschäftsführende Kultusminister den Schulen bei der Ausgestaltung von G8 mehr Freiraum zugesteht und dass wichtige Forderungen der FDP im Elf-Punkte-Programm ihren Niederschlag gefunden haben. "Eine deutliche Straffung der Lehrpläne, die Entscheidungsfreiheit der Schulen beim Beginn der zweiten Fremdsprache sowie letztendlich die Wahlfreiheit der Kooperativen Gesamtschulen bei G8 sind alte Forderungen der FDP, die nun endlich unterstützt und zum Wohl der Schulen umgesetzt werden können. Sie sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Eigenverantwortlichen Schule", so Henzler.
Kritisch sei aus Sicht der FDP allerdings, dass für die kommenden 5. Klassen die Klassengröße auf 30 Schülerinnen und Schüler begrenzt werden solle und 100 neue Lehrer nur für G8-Schulen eingestellt werden sollen. "Das stellt eine Bevorzugung der Gymnasien dar und wird sicherlich Unruhe auslösen. Die FDP hat bei dieser Vorgabe Bauchschmerzen. Zumal wir uns mittelfristig für eine geänderte Lehrerzuweisung einsetzen, die den Schulen die Bildung der Klassen weitgehend freistellen soll", erklärte Henzler.
Auch die Vorgabe zur Verteilung und Reduzierung von Hausaufgaben stoße bei der FDP nicht gerade auf begeisterte Zustimmung. "Wann und wie viel Hausaufgaben gegeben werden sollten, muss unserer Auffassung nach jede Schule eigenverantwortlich regeln können", so Henzler abschließend.