Hingegen setze die FDP klare Schwerpunkte im Schulbereich. „Wir Liberale wollen mehr Geld für die Lehrer und nicht für die Eigenwerbung des Kultusministeriums. Deswegen kürzen wir die Mittel der Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums, die vor allem für die Propaganda der Unterrichtsgarantie Plus erhöht wurden, und stecken dieses Geld in die ganzjährige Bezahlung der befristeten BAT-Lehrkräfte.“
„Die Unterrichtsgarantie ist kein Erfolgsprojekt und wird auch nicht durch Hochglanz-Plakat-Aktionen besser. Hingegen mangelt es der Landesregierung an Wertschätzung für die Lehrkräfte. Wie ist es sonst zu erklären, dass sie befristete angestellte Lehrer in den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit schickt“, äußerte die FDP-Schulpolitikerin ihr Unverständnis über den Umgang der Landesregierung mit befristet angestellten Lehrerinnen und Lehrern.
Mit der Mittelerhöhung für Lehrkräfte wolle die FDP zum Ausdruck bringen, dass die Gesellschaft den Lehrerberuf stärker schätzen müsse, damit wieder mehr junge qualifizierte Menschen bereit seien, diesen Beruf zu ergreifen und alle Schülergenerationen auf eine nachhaltig hohe Unterrichtsqualität hoffen könnten. Diesen Anspruch vertrete die Landesregierung leider nur in Sonntagsreden, sagte Henzler.
Des Weiteren fordere die FDP die Landesregierung auf, endlich ernst zu machen mit der Einführung der selbstständigen Schule in Hessen. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass in der neuen Haushaltsstruktur des Kultusministeriums nach wie vor die selbstständige Schule als übergeordnetes Ziel fehlt. Hier muss dringend nachgebessert werden“, forderte die liberale Schulexpertin.
„Hessen darf nicht bei der Bildung sparen, aber bei der gegenwärtigen Haushaltslage müssen Schwerpunktsetzungen vorgenommen werden. Diese sollten nicht in überflüssigen Plakat-Aktionen liegen, sondern sich auf eine Verbesserung des Unterrichts und Schulorganisation konzentrieren. Daher müssen die Mittel effektiv eingesetzt werden bei jenen, die den Unterricht gestalten, den Lehrerinnen und Lehrern, und bei der selbstständigen Schule“, so Henzler abschließend.
